Dein Nebel am Morgengrauen.
Dein Nebel gemischt mit Smog, Kaffegestank und hirnlosen Zombies am Morgen.
Atme ein, während mein Schlaf in den Augen gefriert.
Sauge dein Leben und deine Geborgenheit ein.
Mein täglicher Weg.
Dieselben Gebäude. Alte Mauern, nackte Bäume, kaputte Dächer.
Ich urteile und werte nicht über dich.
Atme Leben und Tod ein.
Über dir schlendernd auf halbwackeligen Beinen im Morgengrauen.
Ich mag deinen Dreck, deinen Glanz, deine Ruinen. Latentes Huldigen gemischt mit Alltagstrott.
Leute passieren deine Straßen, trampeln deinen Alphat kaputt. Ignorieren mich, dich, ihn, sie und sich.
Ich schreite zwischen deinen Müll, erblicke die Gasse, die mich in ein vermeidlich besseres Milieu führt.
Das Neonlicht vom Kiosk zermalmt meine Wochenendtränen
Verbrennt sie auf meinen Wangen und löscht meine Träume aus. Hoffnung auf ein besseres Leben zerstört.
Lasse mein verdrecktes Ghetto hinter mir, während sich dein Nebel gemeinsam mit meiner Müdigkeit auflöst.
Hier ist es auch schön. Grün statt Beton.
Edlere Straßen und Gehwege unter meinen Füßen. Hoffnungsvollere Gesichter und Pseudofreundlichkeit grinsen mich an.
Sie latschen und ignorieren auf hochwertigen Hacken.
Betonklötze haben sich in schlossartige Glaskomplexe verwandelt.
Der Nebel ist weg.
Eine letzte Zigarette, bevor der ewige Kampf in die nächste Runde geht.
Puste den Rauch in deine Luft.
Schmeiße den Stummel in einen deiner Eimer.
Danach betrete ich das glänzende Gebäude, um Tauschpapier zu verdienen, welches ich anschließend für sinnlose Konsumgüter einlösen kann.
(Gedicht von 2003. Überarbeitet)
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