Aus Kapitel 1
Der Morgen danach. Gestank von Angstschweiß gemischt dem Geruch meiner Duftkerze.
Der Alptraum, der sich mein Leben nennt, ging in die nächste Runde. Ich hatte keine Wahl. Ein Leben, das für mich schon länger die reinste Hölle war. Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und es war gerade einmal 6Uhr. Noch keine 15 Jahre alt und schon am Ende.
Kaum hatte ich mir meine Morgenkippe angezündet, poppte erneut der kranke Scheiß in meinem Kopf auf. Die Fetzen aus meinem Alptraum tauchten blitzartig vor mein Auge, nur um sich nach dem Bruchteil einer Sekunde wieder in Rauch aufzulösen.
Ich betrachtete meine blutigen Wunden vom Ritzen, während ich an der Zigarette zog. Zwischen den frischen waren die verheilten narbenartigen Wunden zu erkennen. Mir wurde von meinem eigenen Anblick schlecht, weshalb ich mir mein Pyjamaärmel schnellstens hinunterzog. Dieses Zeugnis meines Wahnsinns trug ich im Gegensatz zu den Mode-Ritzern nicht wie Trophäen durch die Gegend, sondern wie ein dunkles Geheimnis unter langärmigen Pullovern oder Stulpen. Als ich tief inhalierte, um Stress abzubauen, hatte ich das Gefühl diesen dadurch nur zu erhöhen.
To be continued…
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