Die Gen Z und ihre Wokeness haben an vielen Stellen versagt und sind mit vielen ihren Forderungen bis jetzt kläglich gescheitert. Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr kritisch mit der Gen Z und der Art und Weise, wie sie ihre Forderungen durchsetzen wollen, nicht einverstanden bin. Ob es um Umwelt, das Gendern, die Wokeness oder die Forderung nach dem Diversität im Kino. Den Cringe, den sie mittlerweile fahren, kann man kaum mehr in Worte fassen.
Doch während die Gen Xer, die Millenials und vor allem die Boomer, sich mit dem Holocaust und der Verantwortung gegen Antisemitismus wachsam zu sein, sehr bewusst waren, hat man das Gefühl, dass sie Gen Z wieder empfänglich für Antisemitismus geworden ist und auch blind für diese Missstände.
Tendiert diese Generation mehr als die vorherigen wieder den Antisemitismus als solchen nicht zu identifizieren und ihn dadurch wieder salonfähig zu machen?
Auslöser dieser Fragen ist bei mir der Post von Greta von Thunberg gewesen, den sie vor einigen Wochen getätigt hat und der sehr kontrovers war. Auch die Demonstrationen in denen verstärkt die Gen Z teilnimmt, haben mich aufhorchen lassen und mir diese Fragen in den Kopf geballert. Sie laufen durch Unis und greifen Juden an. Sie posten FreePalestine oder demonstrieren aktiv mit. Sie wettern gegen Juden und sagen, dass das was sie tun, nicht antisemitisch ist. Frage: Haben wir es hier mit einer Generation von latenten Antisemiten zu tun?
Meine Antwort lautet JEIN. Zunächst können nicht alle über einen Kamm geschert werden (auch wenn ich sehe, dass gefühlt fast 75% der Gen Z auf Palästina-Seite ist). Zweitens stehen auch viele aus der Gen Z mit Israel, auch wenn man sie medial nicht sieht und sie nicht diese Masse einnehmen. Drittens: Die meisten Gen Zter tun das was sie oftmals machen. Sie agieren und reden von Dingen, von denen sie gar keine Ahnung haben und wollen mit den erwachsenen mitreden. Man muss bedenken, dass diese Generation viele Informationen nicht mehr aus der Schule, sondern aus social media oder irgendwelchen Anführern von Bewegungen (Greta) oder ihrer eigenen Clique hat. Schließlich haben sie unter Covid und durch die Demonstrationen von FridaysForFuture viel Lernstoff verpasst und haben nur durch Reden mit sich selbst und durch das Internet versucht sich zu schulen. Sie haben definitiv eine „Wissenslücke“ und laufen herum und geben „Halbwahrheiten“ von sich. Es wird viel nachgeplappert und so kam es bei Konfrontationen mit Demonstranten auch dazu, dass Reporter aufgedeckt haben, dass die meisten rein gar nichts über den Nahost-Konflikt wissen und trotzdem eine Meinung dazu haben. Das ist merkwürdig. Da favorisiere ich doch lieber die „Ich habe keine Meinung dazu, weil ich mich noch nicht so gut mit diesem Thema auskenne“-Gruppe.
Aber wieso plappern sie alles nach und laufen mit Plakaten herum, obwohl sie rein gar nichts über den nahost-Konflikt noch über die jüdische Geschichte wissen? Ganz einfach. Herdendenken. Sie wollen dazugehören und keine Außenseiter sein. Sie wollen weiter WOKE bleiben und zu dem „illustren Kreis“ der Topmodernen mit dem Durchblick für alle Belange der Zukunft sein. Sie können sich nicht erlauben und in den Schatten ziehen oder sich gegen die Woken an den Schulen und Unis stellen. Deshalb laufen sie wie Zombies und Mitläufer ohne eine eigene Meinung einfach mit. Einfach, um dazuzugehören und nicht alleine zu stehen.
Dasselbe Phänomen war auch schon bei den Umweltthemen und dem Gendern in der Sprache zu sehen. Wer in nur einem einzigen Aspekt und zwar unabhängig davon, wie er sonst drauf ist, da nicht mit den Woken geht (u.a. bei Bodypositivity), der war sofort ein Verräter und ein unmoderner zurückgebliebener und bekloppter Spießer.
Die Angst als Spießer zu gelten, als nicht hipp und auch die Angst ausgeschlossen zu werden, machen die Gen Zter an Unis und an den schulen stumm. Sie trauen sich nicht mehr ihre Stimme zu erheben, wenn ihre eigene Generation etwas falsch macht, weil sie Angst vor der Verdammung haben. Und so wächst nun auch der Antisemitismus, weil niemand die Hauptakteure auch den „blinden Fleck“ in ihrer Weltverbesserer-Philosophie hinweisen möchte.
BlackLiveMatters, PalestineMatters aber JewishLive never matters? Purer Antisemitismus. Den Attackierten als den Aggressor zu bezeichnen. Purer Antisemitismus. Menschen, die mit Israel stehen zu bashen (Beispiel Amy Shumer). Purer Antisemitismus. Israels regierung mit Juden und mit allen Israelis gleichzusetzen. Purer Antisemitismus. FreePalestine und „Form the river to the sea…“ zu schreien. Purer Antisemitismus. Flaggen verbrennen, auf Bilder von Juden einzuschlagen, Poster von vermissten Opfern abzureißen usw. Purer Antisemitismus.
Wie sich das bislang auswirkt? Juden können nicht mehr über den Campus laufen, werden verprügelt und sind in den Augen der Gen Z „vogelfrei“, d.h. man darf sie offiziell fertigmachen. Sie wissen nichts über den Holocaust, nichts über jüdische Geschichte und nichts über die Zeit des Nationalsozialismus. Sonst würden sie so nicht agieren. Ich kann nur sagen, dass diese Art des sehr offenen Judenhasses, den Generationen X und Millenials in der Form fremd ist. Das wirkt auf die meisten dieser Generationen sehr befremdlich und abstoßend, wie die Gen Zter agieren.
Wenn die informiert wären, wüssten sie, wieso der Staat Israel gegründet wurde. Sie wüssten wie es angefangen hatte im Dritten Reich, nämlich so ähnlich wie jetzt (Poster abreißen, Juden verbannen usw.). Sie wüssten auch, dass das jüdische Volk mehrmals vom Heimatort Knaan, Judäa usw. verjagt wurde und sie nur 2000 Jahre in Europa waren, weil sie keinen Staat hatten.
Gruppendruck, Zeitgeist und auch Desinformationen sind die Gründe, wieso diese Generation Z auf die Palästina-Falle reinfällt. Da kann man nur noch mit Bildung dagegen halten und hoffen, dass sie erwachen.
Es ist ein Missstand auf den ich aufmerksam machen will. Im Netz, im Blog und bald auch auf Youtube im Channel. Bis dahin … bleibt sauber und lasst euch nicht durch fakeNews und Idioten wie Greta ins Boxhorn jagen.
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