Seit Jahren schreibe ich zu Hause an meinem Laptop an mehreren Romanen aller möglichen Genres. Jedoch konnte ich bislang noch keinen davon fertigstellen, weshalb eine Romanveröffentlichung noch in weiter Ferne liegt.
Aus diesem Grund habe ich einen VHS-Schreibkurs belegt, der mich dazu motivieren soll, da weiter zu machen, wo ich vor der Geburt meiner Tochter aufgehört habe. Selbstverständlich hatte es auch mit dem Lockdown zu tun, da man bestimmten Hobbys nicht mehr nachgehen konnte. Deshalb wollte ich die Zeit zu Hause für etwas sinnvolles nutzen. Der Kurs dient mir dabei primär als Ansporn, als Motivationsspritze und dazu ein konstruktives Feedback zu erhalten. Methoden zum Plotten und zum Überarbeiten kannte ich entweder durch mein Literaturstudium sowie durch diverse YouTubeChannels. Der Schreibkurs hat mir dabei geholfen, mein Repertoire noch ein wenig auszuweiten.
Bereits an der Universität habe ich mehrere Schreibkurse belegt, die zum Teil sogar von Schreibdidaktikern durchgeführt wurden und von denen ich bis heute beim Schreiben profitieren kann. Vor allem standen dort Schreibanlässe, aber auch das Thema Schreibblockaden im Vordergrund. Die Schreibprobleme lernte ich mithilfe jener Kurse zu bewältigen. Einige der Tipps werde ich unten noch einmal angeben.
Doch nun leide ich keineswegs mehr unter Schreibblockaden, sondern unter Zeitmangel. Die Zeit sitzt mir, bedingt durch meine Tochter sowie durch Schicksalsschläge, einfach im Nacken. Ein weiteres Problem ist, dass ich während des Schreibens und während der Überarbeitungsphase, direkt wieder 100 neue Ideen für neue Szenen oder gar für neue Buchprojekte habe.
Als ich der Leiterin meines Schreib-Kurses von diesem Problem berichtete und sagte „Meine Bücher sind wie Kinder. Ich kann keins dem anderen vorziehen. Ich weiß nicht mit welchem Buch ich weitermachen soll!“ Daraufhin antwortete sie mir „Aber alle Kinder auf einmal gebären kann man nicht!“. Und damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich sollte mich einfach auf ein Buch konzentrieren, da ich sonst niemals mit irgendeinem Buch fertig werden kann. Coronabedingt findet der Kurs nun nur noch als Online-Kurs statt, was auch viele technische Probleme mit sich bringt. Bis Juni werde ich den Kurs noch durchziehen, um meinem Ziel Fertigstellung eines Romans, endlich ein Stückchen näher zu kommen.
Abschließend noch einige Tipps gegen Schreibblockaden und für Motivation:
- den Klappentext des Romans/ Buches oder Essays an die Pinnwand hängen
- aufhören an einer Stelle zu schreiben, an der man nicht weiterkommt und einfach an einer anderen Stelle weitermachen
- einfach den letzten Traum oder Tagesablauf aufschreiben, da daraus auch wieder eine neue Szene oder eine Romanidee entstehen kann
- sich den Text durchlesen oder überarbeiten, solange man die Blockade hat
- Schreiben nach Musik oder nach Bildern ausprobieren
- kurze „Phasen“ für das Schreiben schaffen (z.B. 20 Minuten für Kapitel 2, 10 Minuten für den Dialog in Kapitel 3)
- nur kurz schreiben und viele Pausen machen (Beispiel: 30 Minuten schreiben, dann etwas essen, 40 Minuten schreiben und dann 40 Minuten Sport machen usw.)
Und abschließend wünsche ich allen viel Spaß beim Schreiben! :-.)
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