Ich stehe an einer Ampel und warte darauf, dass ROT kommt und ich endlich über die Straße gehen kann. Neben mir steht eine etwas ältere Frau (ca. 50 Jahre) und hat diese dämlichen Stäbe vom nordic walking in der Hand. Ich warte und warte. Anscheinend handelt es sich bei dieser Ampel, um eine jener Ampeln, die ewig braucht, um auf GRÜN zu kommen. Ich stehe da und stehe. Ich stehe und stehe. Sekunden werden zu Minuten. Für die Autos steht es auf GRÜN und für uns Fußgänger auf ROT. Die Autos fahren und fahren. Echt frustrierend, denke ich. Ich blicke nach unten auf den Ampelknopf und registrierte, dass dies eine der Ampeln ist, an der man vorher drücken muss. Ich werde wütend, da die Frau neben mir schon vorher da war und nicht gedrückt hat.
Ich frage sie „Sagen sie. Halten sie es nicht für nötig hier zu drücken?“
Sie sieht zu mir als sei ich ein Alien und antwortet „Ich habe diesen Knopf nicht gedrückt, weil dort „Fußgänger drücken“ steht und ich bin eine Frau. Ich fühle mich diskriminiert. Und solange die Männer dort nicht „Fußgängerinnen drücken“ draufschreiben, werde ich auch nicht drücken. Das ist mein Protest!“
Ich runzle die Stirn, schüttle den Kopf und entgegne „Schön für sie. Schönen Tag noch!“ Dann drücke ich diesen verdammten Knopf und gehe sofort über ROT. Die Frau schaut mich irritiert an und ich denke „Und das ist mein Protest gegen Leute wie sie, die keine anderen Probleme in ihrem Leben haben, außer einen dämlichen Knopf an der Ampel.“
HAPPY END J
(Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und hat sich so im Jahr 2018 ereignet. Ich habe sie selbst so erlebt.)
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