Eine Menge Leute hatten sich gewundert, dass ich das Thema Mode ebenfalls in den Kanon meines Blogs integriert habe. Einige die mich jedoch gut kennen und meine Shoppingsuchtphasen live miterlebt haben, denken sich bestimmt, dass dies irgendwann hätte kommen müssen. Schließlich verfolge ich seit Jahren die Entwicklungen auf dem Markt und lasse mich davon inspirieren.

Wie passt das alles zusammen? Ein Fashionvictim bin ich definitiv nicht und hatte sogar Phasen, in denen ich gegen alles Kapitalistische und Mainstreammäßige war (also auch gegen Mode und das gesamte Establishment). Gerade, weil ich so gegen alles war, hatte genau diese Attitüde mich an Mode herangeführt. Doch dazu gleich mehr.

Als was sehe ich Mode? Ich betrachte Mode als eine Art Spiegel der zeitgenössischen gesellschaftlich-politischen-kulturellen Gegebenheiten und Strömmungen. Unsere Art zu Denken und das Zeitgesehen. Alles kann sich in der Fashion wiederfinden (siehe das Aufleben des Camouflagestyle nach dem Beginn des Iraqkrieges in den 00ern). Darüber hinaus betrachte ich Mode zeitgleich auch als eine hohe Kunstform (Haute Cauture, Pret A Porter) sowie als einen guten Weg, die eigene Persönlichkeit auszudrücken. Dieser wichtige wirtschaftliche Industriezweig hat einen immensen Einfluss auf die Popkultur und die Popkultur dann auch wiedrr auf die Mode (u.a. Madonna, Beatles), da diese beiden Bereiche sich stetig in einem Wechselwirkungsverhältnis befinden. Und Fakt ist, dass sich niemand der Modewelt entziehen kann. Nicht einmal die Kurt Cobains und Campinos dieser Welt.

Mein Interesse am Thema Mode kam erst sehr spät (ungefähr mit 16 oder 17). Als Teenager war ich kaum an der Mode meiner Klassenkameraden interessiert (außer einige wenige extravagante Technoteile). Geweckt wurde das Interesse definitiv durch Madonna, die Grungebewegung, den Gothiclook der 80er und vor allem durch die Punkbewegung, deren Mode man ziemlich leicht kopieren konnte. Mich hat es fasziniert, dass so „Straßen- oder Undergroundlooks“ wie Grunge usw., die Welt so im Sturm erobern konnten. Über den Punk bin ich auf Vivianne Westwood gestoßen, die die Punkmode in ihrem SM-Studio kreiert hatte und die bis heute meine Lieblingsdesignerin ist. Sie wirkte immer so Anti, was mit gefiel und hatte mich dazu inspiriert mich mehr mit Fashion zu beschäftigen und näher hinzuschauen. Obwohl ich auch viele Jungdesigner kannte, habe ich mir mein Wissen selbst angeeeignet, teils durch anlesen (Instyle usw.), doch das Meiste habe ich nur durch reine gute Beobachtungsgabe erworben. Ich achte immer darauf, wer was trägt und wie er es kombiniert, weil ich der Ansicht bin, dass man von diesen Details viel auf die Person schließen kann.

Prinzipiell finde ich es nicht gut jedem Trend blind zu folgen, was ich auch niemals getan habe. Die Entwicklungen der Trends sind das, was für mich persönlich megaspannend ist. Man sollte immer man selbst bleiben und seine Personility niemals aufgeben, anstatt wie eine Schaufensterpuppe aus einem Store auszusehen.

Aus diesem Grund bevorzuge ich eine Mischung aus praktischer, klassicher und individueller Kleidung und laufe fast jeden Tag anders herum, weil mir schnell langweilig wird. In der Regel trage ich einen Mix aus Alltagskleidung gemischt mit Grungelook. Aber es ändert sich ständig.

Im Muttialltag hat mich der Hoodie lange begleitet und ich war noch nie so froh darüber, dass es dieses Kleidungsstück gibt. Jetzt wo meine Pfunde gepurzelt sind, sollte ich dem Hoodie als Grundausstattung endgültig goodbye sagen und mich darum bemühen meinen rappelvollen PaxKleiderschrank (2,5m lang und 2,3m hoch) auszumisten. Ich werde anschließend systematisch einkaufen, worüber ich einen eigenen seperaten Beitrag liefern werde, der euch begeistern wird.

Fashion sollte auf jeden Fall vor allem Spaß machen, da es eine Spielerei ist und nur eine Nebensache. Aber eine schöne…

Also viel Spaß beim Lesen der nächsten Beiträge…