Hi I’m back.

Ich hatte bereits in meinem Beitrag zum neuen Jahr 2023 angedeutet, dass hier noch einmal ein Artikel zum Thema „Cancel Culture“ erscheint. Die Cancel Culture ist erneut ein Phänomen, das wir der so genannten Generation Z zu verdanken haben. Sie nutzen es, um vorherige Generationen zu provozieren und ihnen zu zeigen, dass sie es besser wissen. Sie wollen alle belehren und deuten mit dem moralischen Zeigefinger aufgrund von Wortbenutzung oder vermeidlichem Sexismus und Rassismus auf einen drauf. Zudem verlangen die Wokepeople, wie ich sie nenne, auch noch, dass die Diversität überall vorgeschrieben werden soll. Das heißt in Filmen und in Serien soll ein bestimmter Prozentsatz an Frauen, an Homosexuellen und an Dunkelhäutigen usw. vorkommen. Oder bestimmte Wörter wie das N-Wort oder die Darstellungen von Afroamerikanern in Klassikern, in denen die Sklaverei verklärt dargestellt wird (laut Wokepeople), sollen aus Büchern wie „Pipi Langstrumpf“ oder dem Südstaatendrama „Vom Winde verweht“ verbannt oder in einer kommentierten Fassung gezeigt werden. Damit spricht man den Konsumenten der Kulturgüter ab, dass sie nicht in der Lage sind das jeweilige Werk eigenständig im historisch Kontext einzubetten. Das eine Romantisierung der Südstaaten in den 1940er Jahren Hochkunjunktur hatte, muss man nun dem Publikum erklären, da ihr Allgemeinwissen darüber sowie über die Tatsache, dass in den 40er Jahren Rassismus weit verbreitet ist, nicht ausreicht.

Wie kann es sein, dass der Mensch so minderbemittelt ist und sich so zurückentwickelt, dass er ein Gedicht oder egal was, nichteinmal mehr zeitlich einordnen kann? Liegt es am ständigen Googeln von Informationen? Müssen wir nichts mehr eigenständig wissen, sondern werden zu googelnden und ablesenden Robotern konditioniert? Erziehung zur Verblödung läuft schon länger und wird nun auf die Spitze getrieben.

Oder hat all dies andere Gründe und die Woke-Bewegung ist einfach nur ein Haufen von Freaks, die sich gerne über jeden Dreck aufregen und sich gerne beleidigt fühlen? Jede kleine Auffälligkeit wird zum Anlass für ellenlange Grundsatzdiskussionen genommen, nur um sein eigenes Recht durchzusetzen. In den Foren und den Debatten erinnern die Wokepeople oftmals an millitante Veganer und Christen, die kein Argument der Gegenseite akzeptieren können.

Unglaublich!!!

Das andere Problem ist die Meinungsmache. Woke ist so eine Bewegung die dabei mitspielt, jedoch sind sie in der Minderheit. Doch die andere Partei, die versucht uns zu beeinflussen und die weitaus mehr Macht als die Wokepeople hat, sind die Medien. Die Medien machten nun auch in der jüngsten Vergangenheit, als eine von Frau Wagenknecht ins Leben gerufene Friedensbewegung, direkt als ein Sympatieren mit dem Teufel Putin persönlich, dargestellt wurde.

Frau Wagenknecht, die oftmals Prügelknabe der Medienpropaganda ist (ehmm zu unrecht) wurde mit dem Totschlagagrument, dass sie rechts sei, versucht ins Aus zu setzen. War die Friendensbewegung der Hippies ein Sympatisieren mit den Vietnamesen und ein Hass der USA? Waren John Lennon und Yoko Ono Staatsfeinde von Nixon und Co.? Was für ein Schwachsinn. Frau Wagenknecht ist, unabhängig davon, ob man mit ihr daccord ist oder nicht, eine meinungsstarke und extrem souvärene Frau. Sie ist klug, rhetorisch gewandt und sie liefert gute Argumente. Es erinnert ein wenig daran, wie man einem Kind versucht den Mund zu verbieten. Jedenfalls wirkt es in einigen Diskussionen mit Wagenknecht so. Es wird einiges vermischt und einige können ihre Meinung selbst in der Moderatorenrolle nicht mehr zurückhalten und lassen ihrer verbale Aggression gegeüber Talkgästen raus. Sie treten aus der Neutraität eines Hosts usw. heraus und zeige offen, welche Meinung sie bevorzugen. Schließich gehören sie zum jeweiligen Team und müssen die Position des Senders vertreten. Dadurch, dass auf jeden eingedroschen wird, der nicht der Mainstreammeinung folgt, traut sich irgendwann auch niemand mehr seine Meinung zu sagen. Das war vor allem in der Coronazeit weit verbreitet und setzt sich nun im Krieg auch noch fort.