Eine andere WordPress-Site.

Monat: Juli 2021

Was zum Teufel ist ein SIMP? – Das Gegenteil von Pimp? Der ewige hoffnungslos romantische beste Freund? Oder ein nerviger, stalkender und psychopathischer „Nice Guy“?

Haben sie schon einmal bemerkt, dass in US-amerikanischen Serien ständig dieselben fiktiven Charaktere bzw. Figuren mit ein und denselben Eigenschaften auftauchen? Es ist so! Doch die meisten Zuschauer bemerken es nicht. Als Film- und Serienfan bin ich mit den ständig auftauchenden Charakteren wie dem Nice Guy, dem mean girl, der femme fatal, dem nerd, dem badboy, der jewish princess, dem toxic friend sowie vielen weiteren Figuren, bestens vertraut und kenne all ihre Eigenschaften. Zur Information: Bei diesen Film- und Serien-Figuren handelt es sich um teils stereotype oder auf Klischees beruhende fiktive Charaktere, die in ihren Eigenschaften sehr festgelegt sind, aber auch leicht oder stark vom jeweiligen Klischee abweichen können (z.B. in Filmen, die diese Klischees bewusst durchbrechen). Dabei können die Charaktere sowohl Neben- als auch Hauptfiguren sein.

Bei meinen letzten Recherchen im Internet stieß ich jedoch auf einen Film- bzw. Seriencharakter, der für mich vollkommen neu war: den SIMP. Diese Figur sowie der Begriff waren mir bislang vollkommen unbekannt. Als ich die Youtube-Kommentare las, stellte ich schnell fest, dass ich nicht die einzige bin, die mit dem Begriff nichts anfangen konnte. Doch es gab auch einige wenige Menschen, die so selbstverständlich von dem SIMP sprachen als würde es sich dabei um die JAP (jewish american princess) oder die weltweit bekannte „böse Stiefmutter“ handeln.  

Als ich feststellte, dass es sich bei dem SIMP meist um den besten Freund einer Protagonistin in Rom-Coms, Comedys oder Teeniefilmen handelt, fiel mir auf, dass ständig male best friends einer Protagonistin in Filmen oder Serien auftauchen. Ich dachte zunächst, dass ein SIMP ein rein platonischer Freund sei, der keinerlei Liebesgefühle zu seiner besten Freundin hat. Spontan fielen mir zum einen Jesse Jackson (Eldon Henson), der beste Freund von Laney Boggs (Rachel Leigh Cook) aus „Eine wie keine“ und zum anderen Dan Byrd (Carter Farell) der beste Freund von Sam Montgomery (Hilary Duff) aus dem Teeniefilm „Cinderella Story“, ein. Doch als ich genauer über das Phänomen eines SIMPS recherchierte (in Internetartikeln und in Youtube-Videos), stellte ich fest, dass diese beiden Film-Charaktere keine SIMPs, sondern lediglich Nice Guys sind.

Meine Recherchen zum Phänomen SIMP ergaben Folgendes:

„Simp ist ein Weichei, falsch, freundlich, nett mit Hintergedanken“ oder „Als Simp werden insbesondere Männer bezeichnet, die einer Frau übermenschliche Werte zuschreiben und durch diverse Aufmerksamkeiten versuchen, sie für sich zu gewinnen. Meist bleibt die Beziehung jedoch einseitig.“ (Quelle. www.stuttgarter-nachrichten.de)

Oder:

Ein Simp ist ein Freund, der hinter einer bestimmten Frau her ist (meist eine nähere Freundin). Obwohl es aussichtslos ist und keinerlei Anzeichen dafür bestehen, dass sich eine Liebesbeziehung zwischen ihm und seiner Angebeteten entwickeln könnte, kann ein Simp nicht  einsehen bzw. akzeptieren, dass seine Angebetete niemals mit ihm zusammen kommen wird.

Der Ursprung des Wortes SIMP reicht auf das Jahr 1903 zurück. Populär wurde er aber erst seit den 1980er und 1990er Jahren, da er seither verstärkt in der Hip-Hop-Szene verwendet wird. Der Begriff SIMP wird in der Rap-Szene als Wortspiel benutzt, um das Gegenteil eines PIMPs zu beschreiben, welcher für einige Rapper eine Art erstrebenswertes Idealbild darstellt. Ein Pimp ist ein „echetr“ Kerl, der sich ohne Skrupel bei den Frauen holt was er will und in narzisstischer Manier seine äußere Erscheinung einsetzt, um sein Umfeld zu beeindrucken. Oftmals legt der Pimp Frauen gegenüber eine Art Machoattitüde ein oder spielt den Unnahbaren (lässt die Frauen zu sich kommen). Hinter seiner Fassade steckt jedoch oftmals nicht viel. Ein SIMP stellt demnach das Gegenteil für die Hip-Hoper dar, da er nicht protzt, sondern stattdessen ein Romantiker ist, der nur eine Frau möchte. Er ist in den Augen der Rapper kein echter Mann, da er kein Macho ist, sondern den Frauenversteher mimt, nicht „männlich genug“ auftritt und zuletzt erfolglos bei Frauen ist. Ich persönlich halte von beiden Männertypen nicht viel (nur so mal am Rande erwähnt).

Zusammenfassend:

Ein Simp ist also ein „weicher“, bei Frauen erfolgloser Mann, der in einer übertriebenen Art einer bestimmten Frau hinterherläuft, ohne auch nur die geringste Chance bei dieser Frau zu haben. Er ist überzeugt, dass er irgendwann einmal mit dieser Frau zusammen kommen wird, auch wenn alle Anzeichen darauf hindeuten, dass dies niemals passieren wird. In der Regel handelt es sich bei dem Objekt der Begierde um eine sehr gute platonische Freundin. Der Simp versucht seine „Angebetete“ ständig von seinen Qualitäten zu überzeugen und gibt niemals auf.  Als Beispiel für SIMPs wurde u.a. Phil Dale (Con Cryer), der beste Freund von Molly Ringwald (Andie Walsh) aus dem Film „Pretty in Pink“ benannt. Mit diesem Filmcharakter bin ich bestens vertraut. Phil entspricht zwar weitestgehend einem SIMP, weicht jedoch auch von ihm ab, da er am Ende des Films akzeptiert, dass Molly (sein Objekt der Begierde) sich für einen anderen Mann entscheidet.

Schlussfolgerungen:

Irgendwie empfinde ich den Simp nach all diesen Informationen als eine Art Stalker. Jedoch kann er kein richtiger Stalker sein, da ein Stalker meist seiner Angebeteten auflauert oder ein Ex-Freund ist, der die Trennung nicht akzeptieren möchte. Vielleicht ist der Simp kein Stalker, aber er hat zumindest Züge eines Stalkers. Als Gunther aus der Serie „Friends“ (Arbeitskollege von Rachel Green) als Paradebeispiel eines Simps benannt wurde, war ich perplex, da ich diesen Seriencharakter als stalkenden Arbeitskollegen wahrgenommen habe. Es wurden auch Parallelen zwischen einem SIMP und einem „Nice Guy“ (z.B. Paul Tannek aus dem Film „Loser“) gezogen, einer Figur die ebenfalls ständig in Filmen auftaucht und auch einen Bezug zum „Jewish Nice Guy“ hat (z.B. Howard Wolowitz aus Big Bang Theory). Diesen Vergleich kann ich nachvollziehen, auch wenn ein Nice Guy nicht einer Frau hinter läuft, die nichts von ihr will. Der Nice Guy ist einfach der nette Typ, ohne Hintergedanken. (Wie bereits erwähnt wären die beiden Film-Charaktere Jesse Jackson und Dan Byrd also klassische Nice Guys).

Mein abschließendes Resümee zum Phänomen SIMP lautet deshalb:

Erstens: Beim SIMP handelt es sich um einen hoffungslosen Romantiker, der so blind vor Liebe ist, dass er nicht mitbekommt, dass die Angebetete nichts von ihm möchte.

Zweitens: Ein SIMP kann Züge eines Stalkers entwickeln und wirkt oftmals psychopathisch.

Drittens: Ein SIMP ist zumindest immer nett zu Frauen (aber nur, weil er eine Gegenleistung für seine Nettigkeit (Liebe, Sex, Beziehung) möchte. In diesem Punkt unterscheidet er sich vom Nice Guy, der für seine Freundlichkeit keinerlei Gegenleistung von Frauen möchte. Er behandelt Frauen zumindest mit Respekt, auch wenn er die Abweisung nicht akzeptiert.

Zuletzt ist mir ein Paradebeispiel eines Simps eingefallen und zwar kein geringerer als Steve Urcle (Jeleel White) aus der Serie „Alle unter einem Dach“. Steve liebt Laura Winslow (Kellie S. Williams), die sowas wie seine beste Freundin ist. Er ist ein Romantiker und lebt in seiner eigenen Welt. Er kann nicht akzeptieren, dass Laura ihn nicht will, denn er sieht in jeder Kleinigkeit oder Anmerkung von Laura neue Hoffnung, wo eigentlich keine ist. Seine Obsession für Laura hat definitiv psychopathische und stalkerähnliche Züge. Steve wird Laura nie bekommen und gibt sich irgendwann mit einem Mädchen namens Myra Monkhouse (Michelle Thomas) zufrieden. Doch selbst als er über 2 Jahre mit Myra in einer Beziehung ist, gibt er Laura, die ebenfalls fest liiert ist, nicht auf. Die Serie lebt u.a. von diesem Liebes-Triangle-Konflikt. 

Ich werde nun verstärkt auf Simps achten und bin gespannt, wie viele ich im Nachhinein noch in Serien und Filmen entdecke. Prinzipiell bin ich kein Fan von zu stereotypen oder klischeehaften Figuren. Jedoch finde ich sie im Kontext von Teeniefilmen, Teenieserien, Comedyserien oder RomComs legitim, da diese Filme primär den Anspruch haben zu unterhalten. Ich denke das amerikanische Publikum braucht diese Figuren, um ihre immer komplexer werdende Gesellschaft besser zu sortieren. Durch stark festgelegte Film- oder Serien-Figuren weiß der Zuschauer direkt, mit wem er/sie es zu tun hat. Einige Serien brechen bewusst mit diesen Klischees, was einen noch stärkeren Reiz ausüben kann. Doch irgendwie imitiert die Kunst auch das Leben und es gibt in der Realität tatsächlich Menschen, die genau diesem Klischee entsprechen oder sogar dem Klischee bewusst entsprechen möchten (z.B. die Highschool-Diva sein). Ich finde es immer wieder witzig diese bekannten Figuren zu entdecken, unabhängig davon, was ich davon halten mag oder ob die Figur gelungen ist. Schließlich kann man darin auch eine indirekte Kritik sehen oder sie als überspitzte karikativ-satirische Figuren betrachten. Viel Spaß bei der Simp-Entdeckungsreise.

Noch mehr Sinnloses: Der Twerk-Fight

Ich habe schon viel Unsinn mitbekommen in meinen 38 Jahren auf diesem Planeten. Big Brother, Hartz4 TV, sinnlose Specials über C-Promis, die ganze Diskussion um Blackfishing, den Fight zwischen Gen Y und Gen Z und und und….

Aber jetzt streitet man sich ums Twerken. Der ganze Twerktrend, der spätestens seit Miley Cyrus Auftritt bei den MTV Video Music Awards salonfähig und zu einer Art neuem pseudoerotischem Trendsport mutierte, der das Poledance ablöst, geht mir gewaltig auf den Zeiger. Im Prinzip ist es mir egal und geht mir an meinen 4 Buchstaben vorbei… Doch genau das nervt mich dabei…

Wie kann man sich stundenlang mit Ärschen beschäftigen? Wie kann man dieses Arschgewackel als Tanz oder gar als Kunst bezeichnen? Wie kann man sowas unästhetisches ansatzweise erotisch finden? Ich finde es weder anrüchig noch pornografisch und selbst, dass es sexistisch für einige sein mag, stört mich null.

Mich stört die Unästhetik und das Billige Gehabe einfach nur. Und jetzt streiten sich die dummen Weiber, die es ausüben auch noch darum, ob dicke oder schlanke Pos besser twerken können oder was besser aussieht.

Ich habe die übertriebene Brust- und Pofixierung von Männern noch nie verstanden und man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen woher dieser Fetisch kommt. Aber das die Frauen sich nun auch noch darüber streiten und in einen Catfight geraten, sprengt die grenzen meiner Vorstellungskraft.

Vor allem dickere/füllige Frauen oder Frauen aus der Blackcommunity reagieren aggressiv, sobald eine schlanke Frau twerkt. Jahrelang haben die magersuchtartigen dürren Frauen (80er und 90er Trend) auf den fülligeren rumgehackt. Die Werbeindustrie hat alles was füllig war eliminiert. Seit den 2000er Jahren kamen mit JLo und Beyonce auch Frauenkörper in Mode, die nicht dem 90.60.90 Schema entsprachen. Doch seit 2012 kehrt sich alles in eine Richtung, die einfach FALSCH ist.

Die fülligeren Frauen hacken nun auf deb schlanke rum und es wird eine Realität in den Medien propagiert, die nichts mit der Realität zu tun hat. Das die Modeindustrie und die schlanken Frauen jahrelang fülligere Frauen gemobbt haben, gibt den fülligeren nicht das Recht, es ihnen gleiczutun und sie systematisch zu mobben.

Der dickePo Trend ist mindestens genauso schlimm wie der Magersuchtwahn der 90er. Junge Mädchen wollen von den Körperformen aussehen wie Kardashians, schwarze Frauen oder Latinas, also wie Frauen, die von Natur aus am Po mehr haben. Wobei die Kardashians auch operativ nachgeholfen haben. Nun rennen die jungen Mädels nicht zur Fettabsaugung, sondern zum Doc, um sich Poimplantate zu machen.

In manchen Milieus und Szenen, verlangen die vermeidlichen Traummänner von diesen jungen Mädels twerken zu können und den geeigneten Hintern dazu vorzuweisen.

In der HipHop Szene war das twerken schon immer Bestandteil der Kultur. Bereits im Hit wurde darüber gesungen und in jedem Clip, sei es Puff Daddy, Tupac oder 50Cent gehörten die twerkenden Frauen mit den dicken Pos dazu. Doch damals wollte niemand sie kopieren. Der Stripperlook war zwar in den 90ern durch Filme wie „Showgirls“ oder „Striptease“ trendy geworden, jedoch war es eine kleine Gruppe von Menschen, die diesen Style kopierte. Beispielsweise wurde in den 2000s der Burlesquetrend durch Dita Van Teese ausgelöst und auch Carmen Electra trug viel dazu bei. Doch da stand die Erotik und die Ästhetik im Vordergrund und die jungen Mädels waren nicht so davon infiziert. Doch bereits in den frühen 2000ern trat Christina Aguilera so auf und der Pornolook wurde populär.

Doch was jetzt abgeht ist mit damals nicht zu vergleichen. Teilweise 12jährige Mädchen, die von Pädophilen im Netz und auf den Straßen begafft werden, präsentieren und inszenieren sich auf Strassen und im Netz als Stripperinnen und legen alles offen. Die Legging und Jeans sind immer 2 Nummern zu klein und die Mädels, die diesem Trend folgen haben oft Gewichtsprobleme (haben teilweise Cellulite in einem Alter, wo man sie nichg haben sollte oder sind einfach adipös). Sie tragen dazu oft bauchfrei und strecken die Brüste heraus. Sie sind in 80% der Fälle zwischen 11 und 19, also noch Teenager.

Heute in Bochum, habe ich mindestens 30 solcher Prachtexemplare gesehen. Und was ist deren Hobby? Twerken. Selfies und noch mehr twerken.

Manche Mädchen haben Depressionen, weil sie keinen dicken Po haben und fangen an systematisch zuzunehmen. Es gibt auch Männer, die das forcieren. Man nennt sie Feeder. Sie füttern ihre Partnerinnen, bis diese adipös sind. Oftmals sind es Männer, die einfach Macht ausüben wollen, aber auch solche, die eine Freundin mit dickem Po haben wollen.

Wie krank ist diese Welt geworden? Einige Mädchen saugen sich Fett am Bauch und an den Armen aus, um es sich in den Po zu spritzen. Ziel ist es… zu twerken und dem neusten Hollywooldtrend Schönheitsideal zu entsprechen. Sie wollen ihrem Freund ne sexy Nummer liefern und sie mit diesem pseudoerotischem Tanz vor dem Sex in Stimmung bringen.

Auch Partys gibt es ganze Contests, wo es nur um eins geht. Poos…

Ich sage nur eins

In a world full of Kardashians

Be a Helena Bonham Carter

Fuck all these Bitches…

Und die letzte Frage ist: Wenn der Trend vorbei ist… Lassen sich dann alle wieder den Po kleinmachen? Oh man… Vielleicht kommt mal in Mode eine Nase wie Miss Piggy zu haben. Das wäre doch mal was janz neuet. Oder ein Horn wie ein Einhorn Vorne auf der Stirn zu tragen.

Na dann…. Viel Spaß, aber ohne mich. Ich werde niemals magersüchtig oder fresssüchtig wegen eines Trends. Man sollte happy sein wie man ist. Jeder twerkt mal wenn die Musik dazu passt, aber in Klamotten und beim Tanzen. Aber nicht nackt eingeölt in Kokusnussbutter und im Netz wo jeder deine Poritze sehen kann.

Warum wird immer über die Größe von Brüsten und Pos gesprochen, aber nie über die Größe des Hirns?

Ende… ich gehe schlafen und wünschte mir, dass Pos mein größtes Problem wären. 🤣 aber ich bin nicht oberflächlich und ich finde mich schön egal was für ein Trend kommt. Ich bleibe mir immer treu und bin die gute alte Madda.

© 2026 Madame-Noir.de

Theme von Anders NorénHoch ↑