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Monat: Mai 2021 (Seite 2 von 3)

ESC – Endlich wieder da

Das erste Mal sah ich den ESC 1993. Damals fand ich es altbacken und öde. In dem Jahr traten MiKaDo mit „Wir geben ne Party“ für Deutschland an. Den Song fand ich trotzdem gut. Ich kannte bereits Nicole und Abba usw. Doch richtiger Fan wurde ich erst 1998 als Guildo Horn mein ESC-Fieber geweckt hatte. Der Antritt von dem Schlagerking Guildo wurde durch Stefan Raabs Propaganda angefeuert. Tausende von Menschen fuhren nach Polen, Holland oder Belgien, um für Guildo anzurufen. Immerhin bekam er aus den Ländern 8 bis 12 Punkte. Es reichte immerhin für Platz 8. Gewonnen hatte die israelische Sängerin Dana International, damals ein Skandal, da sie transgender ist, was in einem religösen Land wie Israel für Furrore sorgte.

Danach war ich jedes Jahr dabei. Olsen Brothers, Lordi, Lena, Rybak, Loreen, Conchita Wurst oder Russlana. Alle Sieger und viele der Auftritte haben mich in den Bann gezogen, begeistert und unterhalten.

Ich bin ein Riesen ESC-Fan und finde es immer schlimm, wenn Menschen sagen, dass dies eine Ostblock- oder Schwulenveranstaltung sei. Selbstverständlich sind die östlichen Länder und Balkanstaaten sehr am ESC interessiert und auch die Gaycommunity findet es einfach toll. Sie hat dort seine Plattform entdeckt, um sich ungeniert zu präsentieren und die Toleranz hochhält.

Die Punkte Hin- und Herschieberei war zwar kein Mythos. Allerdings ein war noch kein Sieger nur durch Punktezuschiebung erkoren worden. Sonst hätte Polen auch immer oben auf den hohen Rängen gelegen oder die Ukraine. Fakt ist das überwiegend bis heute nordische Länder oder mitteleuropäische Sieger waren. Deshalb kann man dieses Vourteil mit einem eindeutigen Beweis entkräften. Trotzdem gibt es nun eine Jury, die im Vorfeld Punkte vergibt, sodass das Publikum nur noch zu 50% Einfluss auf das Wahlergebnis hat. Auf der einen Seite fair, auf der anderen unfair. Zum einen, weil alle vorherigen Sieger ebenfalls in Frage gestellt werden könnten. Zum anderen nimmt man dem Publikum die Entscheidung weg und verfälscht das Ergebnis. Schließlich muss der Song dem Publikum und keiner Jury gefallen. Eine Jury geht auch nur bach subjektivem Geschmack. Was zählt sind die Konsumenten, also diejenigen die später den Song in die Charts befördern und die einen Überblick über den Massengeschmack liefern.

Letztes Jahr fiel die Veranstaltung aufgrund der Corona-Krise das allererste mal in der Geschichte des Eurovision Song Contests aus. Doch dieses Jahr wird alles nachgeholt.

Ich habe den ersten Vorentscheid am 18.05.21 verpasst. Als ich den zweiten verfolgt habe, hatte ich drei Favoriten: Portugal mit einer Gruppe namens Black Mumba die eine Art Jazz-Soul-Pop liefern. Dann Finnland, die mit einer Band an den Start geht, die einen bunten Mix aus Crossover, Rap, Rock und Synthiesound bringen. Zuletzt ist mir die bulgarische Sängerin Victoria aufgefallen, die zwar wie Billy Eilish klingt, aber der Song einfach gut ist.

Ich bin auf Samstag gespannt.

Leonardo Da Vincis „Mona Lisa“ und Rodins „Der Denker“

Es tut mir leid, dass ich das Thema „Mandela-Effekt“ noch einmal aufkommen lassen muss. Doch es ranken sich auch Mandela-Effekte rund um klassische Kunstwerke.

Zwei der weltberühmtesten Kunstwerke, beschäftigen mich seit einigerzeit noch mehr als vorher, denn ich habe sie anders in Erinnerung als sie in der Realität existieren. Falsche Erinnerung? Nein! Falsche kollektive Erinnerung, da sich neben mir hunderttausende Menschen rund um den Globus falsch an jene Werke erinnern. Das beudeutet wir haben es hier erneut mit zwei Mandelaeffekten zu tun. Betroffen sind zum einen das klassische Gemälde „Mona Lisa“ von Leonardo Da Vinci und zum anderen die Steinstatur „Der Denker“ von Rodin. Beide, aber vor allem das Erste, kennt ein Großteil der Weltbevölkerung.

Wieder Beweise für die Existenz von Paralleluniversen? Oder ist es simple und einfach nur eine normake „flasche Erinnerung“? Meine Antwort lautet: Dem ist nicht so. Multiversen sind real.

Rückblick: 2001 Kunst-Grundkurs-Unterricht in der Oberstufe auf einer Gesamtschule in Essen. Herr Schulte Senior hat ein neues Thema für uns, nämlich „Veränderung berühmter Kunstwerke“. Die meisten Schüler/innen freuen sich über das Thema und entscheiden sich für „Der Schrei“ oder „American Gothic“. Ich hatte mir „Die Venus von Boticelli“ ausgesucht, die ich in eine Miss World inklusive Schärpe und neumodischem Bikini verwandelt habe. Mein Kunstlehrer war von meiner Version begeistert.

Doch bevor wir losgelegt haben, sollten wir alle eine „Trockenübung“ machen und an der Mona Lisa üben. Herr Schulte will uns Abzeichnen per Raster beibringen und unsere Originalität im Umgang mit dem berühmten Kunstwerk überprüfen. Er gibt uns eine schwarz-weiss-Kopie der Mona Lisa, damit wir sie von A4 auf A3 zu vergrößern lernen. Danach lautet der Auftrag „Verändere das klassische Gemälde auf originelle Weise“. Ich erinnere mich noch sehr gut wie ich zwei Stunden lang das Bild abgezeichnet habe. Mit einem B2 , B1 und H2-Bleistift. Anschließend griff ich zu meinen Acrylfarben und machte aus der Mona Lisa eine schwarze Frau, die Creolen und einen Afro trägt. Mein Kunstlehrer war davon extrem begeistert. Andere Schüler/innen hatten ebenfalls gute Ideen. Sie stellen die Mona Lisa als Punkerin oder Rastafari mit Joint dar.

Wo ist das Problem? Während die“ Venus von Boticelli“ in meiner Erinnerung exakt so aussieht wie sie aussieht, ist dies mit der Mona Lisa nicht der Fall. Ich betone noch einmal, dass ich die Mona Lisa nicht wie die meisten Menschen flüchtig gesehen habe. Mit beiden Kunstwerken habe ich mich mehrere Stunden beschäftigt, denn ich musste sie von Klein- auf Großformat abzeichnen. Dazu benutze ich ein Raster mit Vierecken und habe akribisch jeden Strich des Originals abgezeichnet und daher eine sehr gute Erinnerung an die Bilder.

Mein Problem ist, wie das Problem vieler 100.000er Menschen, dass die Mona Lisa in meiner Erinnerung kein Lächeln hat. Doch in Wahrheit zeigt ihr linker Mundwinkel nach oben. Wie kann das sein? Mehrere Millionen Menschen,  darunter auch ehemalige Mitarbeiter des L’ouvre erinnern sich daran, dass Mona Lisas Lippen gerade und damit zu waren. Ihr Blick war mehr oder wenig ein bisschen melancholisch. Wenn ich nur das Bild in Erinnerung hätte, dann wäre alles in Ordnung und ich würde sagen „Ja, du hast einfach eine falsche Erinnerung!“ (ähnlich wie die Menschen, die falsche Aussagen bei Phantombildern abgeben).

Dies kann jedoch nicht sein, da ich mich an mehrere Unterhaltungen im Zusammenhang mit der Mona Lisa erinnere. Unser Kunstlehrer hat einen Vortrag im Plenum über die Bedeutung des Werkes gehalten. Anschließend kamen Rückfragen und Anmerkungen von Schüler/innen. Eine Schülerin merkte an, dass dies eine Witwe sei, da sie einen Schleier trägt. Herr Schulte gab ihr Recht und meinte, es sei angeblich die Witwe eines Fürsten gewesen. Wieso sollte Leonardo da Vinci eine verwitwete Frau mit einem Lachen im Gesicht zeichnen? Dann erinnere ich mich noch an eine weitere Unterhaltung, während wir die Mona Lisa veränderten. Jemand sagte „Die sieht so grimmig aus. Die kann nichtmal lachen!“ Ein Mitschüler veränderte die Mona Lisa daraufhin so, dass er sie zu Barbie machte und ihr ein Hollywoodlächeln dazuzaubert. Wieso sollte ein Schüler jemandem ein Lächeln dazumalen, wenn er schon eines hatte?

Ein ebenfalls krasser Mandelaeffekt rankt sich um die Denkerpose der Statur „Der Denker“ von Rodin. Viele erinnern sich daran, dass die Mann-Statur die Faust angelehnt an die Stirn hielt. Ich erinnere mich ebenfalls sehr gut daran.  In vielen Parodien oder Anspielungen auf diese Statur halten sich Menschen die Faust an die Stirn, statt die Hand ans Kinn, wie es der tatsächlichen Realität entspricht. Doch warum ist das so? Als wir Hände zeichnen lerne sollten im Jahr 2000, habe ich mir diese Figur und diese Hand stundenlang angeschaut und sogar abgezeichnet. Auch hier habe ich mich lange damit beschäftigt und mich diesem Kunstwerk gewidmet. Und auch hier erinnere ich mich an eine Diskussion mit meinem Lehrer Herr Schulte. Ich sagte „Wie kann man in dieser Pose denken? Das ist voll unbequem. Wie konnte denn das Modell so lange in dieser Position posieren?“.

Ich habe noch weitere Argumente dafür, dass all dies strange ist. Zum einen habe ich ein fotografisches und sehr gutes Gedächtnis. Viele meiner alten Klassenkameraden sind immer erstaunt an was ich mich noch erinnern kann und vor allem auch an Details. Oftmals sagen sie „Ja, so war das. Krass. Boah, habe ich verdrängt. Ja stimmt. Krass, dass du das noch weißt!“ Doch mein Hauptargument ist: Wenn die Menschen eine verfälschte Erinnerung an den Denker haben. Wieso ist es dann ein und diesselbe falsche Erinnerung?

Noch gruseliger wird es mit einen Kunstwerk das „Heinrich Vlll“ mit einer Hähnchenkeule zeigen soll. Viele Menschen erinnern sich an ein solches Gemälde der historischen Gestalt. (Diessesmal erinnere ich mich nicht daran). In vielen Serien und Comedyshows (u.a. bei den Simpsons) gibt es Anspielungen auf dieses Kunstwerk. Sogar wissenschaftliche Bücher über Kunstgeschichte beziehen sich auf das Werk. Wieso gibt es Anspielungen auf ein Kunstwerk, welches nie existiert haben soll? Mit diesem Gemälde ist es ähnlich wie mit dem Film Shazaam: Beides existiert in unserer Welt nicht und hat nie existiert.

Wie kann all dies möglich sein? Warum passieren all diese Mandelaeffekte? Wieso waren sie vorher unbemerkt? Wieso treten sie vermehrt um 2012 oder 2013 auf? Verändert sich unsere Welt ständig? Werden Erinnerungen zwischen zwei Welten getauscht? Ist das Universium ein Muskel, der sich dehnt und dadurch Veränderungen im Planeten Erde erzeugt? Ziehen sich zwei Versionen der Erde zusammen und verursachen dieses Durcheinander? Ich hoffe unsere Forschung kann uns irgendwann Aufschluss darüber geben und wir kommen irgendwann hinter das Geheimnis.

Krone der Welt

Februar 2020. Meldung von Virus aus China.

Angst und Panik verbreiteten sich. Medien berichten Nonstop von neuer Lungenkrankheit.

„20.000 Tote. Gelbe Outbreakanzüge im TV. Lungenmaschinen. Desinfektionsschläuche. Menschen im Koma. Chinesen in Masken.“

März. Der kleine alte Kontinent ist infiziert.

Apres Ski und Italien sind angeblich schuld. Angst zerstört die Köpfe: Schneller als ein Buschfeuer den Wald. Bella Ciao wird gesungen. Ein Meer von Särgen präsentiert.

Erster Lockdown. Feuer frei für den Kampf um Klorollen, Desinfektionsmittel, Nudeln und Hefe. Leere Regale. Volle Schränke. Nur noch 67 Windeln. Feuchttücher verstopfen die Rohre.

Bitte bleiben sie zu hause. Bitte waschen sie die Hände. Bitte halten sie Abstand

Experte 1 spricht. Neue Vokabeln erschlagen die Unsicheren und Ungelehrten. Das Denken wird Halbgöttern in Weiss überlassen.

„Insidenzwert. Inkubationszeit. Covid. FFP2. Kontaktverbot. Mindestabstand. Immunität“.

Robert Koch spricht täglich. Neue Zahlen, neue Ideen, neue Maßnahmen. Neue wissenschaftliche Superstars springen wie Pilze aus dem Boden. Neue Diskussionen. Keine Lösung. Alte Künstler können Rechnungen nicht zahlen.

Wir bleiben zuhause Kampagnen. Bella Ciao tönt aus vielen Fenstern. Aufruf zu Solidarität und Geduld. Kassierer als Helden gefeiert.

Warten auf ein Ende. Tag ein Tag aus.

Straßen leer. Köpfe vollgestopft mit Infos und Gedankenhaufen. Spazieren und nach Hause. Trott macht viele krank. Freude schöner Götterfunken. Um neun ertönen Kircheglocken.

Bitte bleiben sie zu hause. Bitte tragen sie eine Maske. Bitte halten sie Abstand.

Ende. Tore öffnen kurz. Maskenpflicht.

Alle essen draußen. Eintragen in Listen. Schlangen vor den Shops. Reisen erlaubt. Ab in die Türkei und nach Malle. Drinnen mit Masken. Aber bitte mit Abstand. Desinfektionsmittel weiter ausverkauft.

Glaube an ein Ende verbreitet sich schneller aus als jede Pandemie. Zu früh gefreut. Die Depressiven knallen sich im September auf die Stirn. Weiter alles und jeder dicht.

Bitte bleiben sie zu hause. Bitte waschen sie die Hände. Tragen sie eine Maske. Halten sie Abstand.

Stimmung ist gekippt. Keine Hamster an den Kassen. Dafür von Panik infizierte und Leugner, die sich sinnlos verbal prügeln.

Keine Diskussion erlaubt. Die einen denken quer, die anderen zensieren sehr. Kritik wird vermalhmt. Kritiker verbannt wie in guten alten Zeiten.

Neuer Lockdown ab November. Impfkampagne. Impfen wird eingetrichtert.

Zweite Welle. Alles zu ab Dezember.

Mutanten im Dezember. Spritzen werden geliefert. Astra. Johnson. Biontec. Termine nach Gruppen werden vergeben. Outbreakanzüge geordert. Ziel Herdenimmunität noch nicht errreicht.

Bitte bleiben sie zu hause. Bitte gehen sie sich impfen. Trage sie eine Maske. Halten sie Abstand.

Kein Elfmeterschießen. Kein Weltmeister. Keine Wiesen. Kein ESC. Kein Olympia. Aber Verlängerung. Bis unbekannt. Glotze aus. DVD und Netflix an.

Während einige auf ein Ende warten, reißen sich Genervte die Masken vom Kinn. Meinungsfreiheit passe. Grundrechte abgeschafft. Neue Gesetzte: erschafft.

FFP2. Homeoffice. Click and meet. Click and Collect. Onlinekurse. Onlinemeeting. Onlineschooling. Digitalisierung. Onlinekonferenzen. Hollogramme.

Neujahr. Dasselbe nur mit Regen und neuem Präsidenten.

Zahlenwirrarr. News längst auf stumm geschaltet wie den Wendler. Pandemiemüdigkeit.0

Experte 12 im Onlineinterview vor Bücherregal von IKEA. Negativtests. Aber Notfallbremse. Keiner blickt durch.

City wie nach unsichtbarem Krieg. „Geschlossen“, „Wir schließen“, „Räumungsverkauf“, „Alles mus raus“. Kündigungspapiere unterwegs. Jobcenteranträge auf Rekordniveau gestiegen.

Bitte bleiben sie zu hause. Lassen sie sich impfen. Tragen sie eine Maske. Halten sie Abstand.

Ostern Nr2 ohne Familienferier. Eier dürfen gesucht und cersteckt werden.

Die alten lassen sich piecksen. Die Jungen feiern heimlich Party. Die Genervten kaufen sich Baseballschläger. Die Ängstlichen haben den Keller mit Dosen voll.

Alleine gebären. Alleine arbeiten. Alleine heiraten. Alleine sterben.

Bitte bleiben sie zu hause. Lassen sie sich impfen. Tragen sie eine Maske. Halten sie Abstand.

Kampf um politische Führung auf dem Rücken eines Virus ausgetragen. Lächelnde Politikergrimassen im TV, während Leute psychosozial in einer Einbahnstraße sind.

Kein Ende in Sicht. Ein kleines unsichtbares Wesen hat uns weiter fest im Griff….

Lassen sie sich impfen. Tragen sie eine Maske. Halten sie Abstand.

Apriltag 20.21

9.30Uh.
Wind schlägt die Tropfen an die Fensterscheibe bei 8 Grad mit 30km.

Wolken zusammengedrückt. Keinen Bock sich zu verziehen.

12.45 Uhr. Wolken haben den Kampf gegen den Wind verloren. Alles blau.

Der hellste Stern am Horizont wirft Strahlen in mein Blass.

Wärme. Jacke aus.

Rückweg nach Hause. Keine Blüte. Stattdessen Laub.

Fensterblick 18.56 Uhr. Weisse Körner tanzen auf den Dachziegeln.

Zeugnisse von Zeus Zorn? Petrus? Nur wers glaubt?

Klimawandel oder Laune der Natur?

Heizung von 2 auf 4 stellen. Ausicht auf Wärme bei 0%.

Die Körner zerschmelzen auf dem warmen Asphalt.

Wärme meine Pfoten an dem Kakaogebräu, während die Tanne vor meinem Fenster hin- und herflattert und seine Äste in den Nachbargärten verteilt.

Auch das geht vorbei.

Die Farben Gelb, Orange, Lilaä spannen einen Bogen von Hausnummer 189 bis zur Nebenstraße.

Schon 22Uhr. Wuhhh. Türen knallen zu.

Der Wind bereitet sich darauf vor die halbe Nacht durchzusausen.

Schließe die Augen. Die Melodie der wackelnden Jalousien wiegt mich in den Schlaf.

Internet at night (Ein Gedicht zum Thema Technik)

Akku 18%. Kabel rein. Lade.

Wisch. Google.

Klicke News. Focus „Indien-Mutante breitet sich rasant aus.“ Klicke weg.

Wisch. Facebook.

Scroll scroll scroll scroll.

Klicke Like zum Beitrag über Manson. Klicke Postbutton. Bling.

Scroll scroll scroll.

Klicke Heartbutton bei Let’s Dance. Klicke Postbutton. Bling.

Wisch. Youtube.

Scroll scroll scroll scroll scroll scroll.

Klicke einen gespeicherten Videovorschlag.

„There is freedom within, there is freedom without, try to catch the deluge in a papercup.“

Klick Button louder. Headset on.

„There’s a battle ahead, many battles are lost, but you’ll never see the end of the road while you’re traveling with me“

Klicke Louderbutton.

„Hey now hey now.. dont dream its over… hey now hey now…“

3 Minuten Musik….

Wische. Klicke Ebaykleinanzeigen.

Tippe „Schreibtisch weiss“. Klicke searchbutton.

Scroll scroll scroll scroll. Screenshot vom IKEA MALM Tisch aus Essen-Rüttenscheid.

Scroll scroll. Klicke auf Anzeige. Essen Katernberg. Tisch weiss 150cm lang‘ Preis VB.

Wisch weg. Klicke Whatsapp.

Klicke Status. Klicke auf Sabrina. Watch watch watch. Pic pic pic. Video. Klicke auf Ula. Pic pic pic pic pic. Video.

Klicke Chats .

Tippe „Bin grad wach geworden. Ja morgen rufe ich an. Bye. Sorry das ich jetzt erst zurückschreibe. Emoji mit Brille. Abschicken“

Wisch weg.

Klicke Google. Klicke News. Bild „Houston (USA) Nach einer Woche Suche – Polizei findet vermissten Tiger!“

Klicke weg.

Wisch. Klicke Youtubebutton. Klicke „Mein 80s Mix“.

„There’s an army on the dancefloors, its a fashion with a gun my love. In a room without a door a kiss is not enough …“

Smartphone auf Tisch. Schon 46%. Lege Handy auf Tisch.

Just listening.

„Love my way. It’s a new road. I follow, where my mind goes!“

„Arbeitsweg im Nebel“ (Ein Stadtgedicht)

Dein Nebel am Morgengrauen.

Dein Nebel gemischt mit Smog, Kaffegestank und hirnlosen Zombies am Morgen.

Atme ein, während mein Schlaf in den Augen gefriert.

Sauge dein Leben und deine Geborgenheit ein.

Mein täglicher Weg.

Dieselben Gebäude. Alte Mauern, nackte Bäume, kaputte Dächer.

Ich urteile und werte nicht über dich.

Atme Leben und Tod ein.

Über dir schlendernd auf halbwackeligen Beinen im Morgengrauen.

Ich mag deinen Dreck, deinen Glanz, deine Ruinen. Latentes Huldigen gemischt mit Alltagstrott.

Leute passieren deine Straßen, trampeln deinen Alphat kaputt. Ignorieren mich, dich, ihn, sie und sich.

Ich schreite zwischen deinen Müll, erblicke die Gasse, die mich in ein vermeidlich besseres Milieu führt.

Das Neonlicht vom Kiosk zermalmt meine Wochenendtränen

Verbrennt sie auf meinen Wangen und löscht meine Träume aus. Hoffnung auf ein besseres Leben zerstört.

Lasse mein verdrecktes Ghetto hinter mir, während sich dein Nebel gemeinsam mit meiner Müdigkeit auflöst.

Hier ist es auch schön. Grün statt Beton.

Edlere Straßen und Gehwege unter meinen Füßen. Hoffnungsvollere Gesichter und Pseudofreundlichkeit grinsen mich an.

Sie latschen und ignorieren auf hochwertigen Hacken.

Betonklötze haben sich in schlossartige Glaskomplexe verwandelt.

Der Nebel ist weg.

Eine letzte Zigarette, bevor der ewige Kampf in die nächste Runde geht.

Puste den Rauch in deine Luft.

Schmeiße den Stummel in einen deiner Eimer.

Danach betrete ich das glänzende Gebäude, um Tauschpapier zu verdienen, welches ich anschließend für sinnlose Konsumgüter einlösen kann.

(Gedicht von 2003. Überarbeitet)

Rapsong. „Dellwig – Das Ende von Essen“

Strophe 1

Pferde, Penny, Aldi, Schrottplatz!

Vor mir ein Mann mit Glatz.

Ratzfatz und ich stehe am Kiosk.

Ein Ponny kommt vorbei! Im Galopp!! Hophop!!

Das ist Dellwig, auch Dell-witch genannt. Die Hexe ist verbrannt.

Sie treibt im Rhein-Herne-Kanal. Ich machte es ihr anal und kolossal.

Sie treibt in der Hölle und ist nun dead. She gave me head.

Der Gestank von Weed, dann Speed. Aber ohne Sandra Bullock und Keanu Reeves.

Ich sehe leaves on the ground und der Sound von Dellwig ist genauso Shit wie der neuste Hip-Hop-Beat der Pseudoganster!

Die mit dem Arm ausm Fenster.  Die mir zu hupen in Altendorf, der Hölle Nummer Zwei! Bin auf jeder Coronaparty dabei.

Am Kiosk in Dellwig gibt‘s im Lockdown net mal nen Ei auf Brödel. Meine Mama macht Knödel.

Und Fritzchen trällert von Thrüringer Klösen im Internet. Das ist nicht phat, mach mir ne Tüte und falle tot ins Bett.

Chorus

Dellwig! Das Ende von Essen, es ist vergessen.

Zwischen Oberhausen, Borbeck und Bottrop. Ich hau mir auf den Kopp.

Denn das Ende von Essen is right here. Hole mir Bier, aber nicht um vier. a.m.!

Denn der Kiosk macht schon dicht um zehn, deshalb Freunde lasst mal brav nach Hause gehen!

Strophe 2

Wat für Zeiten, die einen reiten und die anderen wackeln mit den Rollatoren. Während die vielen Baumeister an den Baustellen bohren.

Schäbige Graffiti mit Nonsense an der Mauer. Mal wat janz neuet im Revier.

Die einen werden zum Tier, die anderen Hartz4, nur mit Bier bewaffnet.

Die Obdachlosen am Reuenberg sucken nur noch. Alle zwei Meter ein Loch im Boden. Ich krieg schon kleine Hoden.

Weil alles hier so dreckig ist. Alle angepisst wegen Corona, der Oma, der Mutter, dem Cousin. Peng peng!!

Ein dropout von der Geschwisterscholl, läuft rum wie nen Troll.

Das hier ist die Demoversion, aber das merkst du bestimmt schon.

Jedoch nur wenn du bist, ein echter Linguist.

Dieser Song ist so grottig, da fehlt der letzte Twist.

Meine story? Don‘t worry, sie kommt geschwind. Bin männlich 23 und hab schon längst nen Kind.

Tommy sein Name. Mutter ist am Saufen. Amt ist auf sie gehetzt bis es fetzt.

Sie war vor der Hexe da, das ist doch klar. Kind war nen Unfall wie mein ganzes Leben.

 Falsche Frau, falsche Freunde, falsche Stadt. Ich hab die ganze Scheiße satt

Chorus (Dellwig… das Ende von Essen)

Strophe 3

Letzter Absatz. Hier mein Paragraph für euch Luschen. Ich kann nix vertuschen.

Donnerstraße, schneller als ein Blitz. Ab zur Regenbogenschule, wo mein Sohn durch seine Mudda wurde zum Witz.

Alle Hartzer von Borbeck holen die Kinder mit Jogginghose ab. Lach mich schlapp, wenn ich das seh.

Der Pott ist verkommen, alle morgens schon benommen.

Ich will Ganster sein und ne Kardahian-Woman haben, aber nur fürs Bett. Schön fett, ohne Hirn.

Himmel, Gesäß und Nähgarn! Schrott wohin das Auge reicht. Gemischt mit Rentnern und den Pseudoreichen.

Ich mitten drin, am Ende der Welt in Dellwig. Einem Stadtteil fast am Centro.

Nur Züge, Pferde, Familienidyll und Müll.

Ohne Lidl wär hier tote Hos. Der ideale Ort für einen Mord!

Nur mal so als Tipp. Gehe zum Aldi und hole mir Mirakel-Wipp

(Anmerkung der Autorin: Der Text ist aus der Sicht eines Mannes aus Dellwig verfasst und scherzhaft bzw. ironisch gemeint) Viel Spaß beim Rappen 😉

Kazaam vs. Shazaam… The Mandela-Effect is real

Es ist Vatertag 2021 und gerade einmal 8.15Uhr morgens. Ich reibe mir meinen Schlaf aus den Augen, strecke meinen in die Jahre gekommenen Körper und genieße meinen Kaffee aus dem Starbucks-Thermobecher. Ich setzte mich auf die Couch, schalte den Fernseher ein und kann nicht fassen was ich sehe. Der gewaltige Shaquile O’Neal smiled mich verkleidet als Genie mit einem Ghettoblaster in der Hand bewaffnet an. Ich kriege den Schock meines Lebens und habe das Gefühl, dass ich Wodka brauche. Zum allerersten mal sehe ich den Film.

Sofort weiß ich was gespielt wird, da ich viel im Internet über den Film, der mir hier zum Frühstück dargeboten wird, gelesen hatte. Es handelt sich eindeutig um den Film mit dem Titel „Kazaam“. Eigentlich nichts besonderes. Jedoch gibt es für mich ein Problem. Der Film existiert nicht meiner Erinnerung und das obwohl er für die meisten in der Erinnerung zu existieren scheint. Weder Filmplakat, noch die Darsteller. Nichts davon existiert in meiner Erinnerung.

Warum das so ist, kann ich euch sagen. Bei Kazaam handelt es sich um einen so genannten Mandela-Effekt. Für diejenigen unter euch, die nicht wissen, was das ist: Bei dem Mandela-Effekt handelt es sich um ein Phänomen des falschen kollektiven Erinnerungsvermögens. Beispiel: Millionen (fast 50% der Menschheit) erinnern sich daran, dass der Monopoly-Mann einen Monokel trägt. Fakt ist: Er hat ihn nicht und hatte auch nie einen Monokel getragen.

Der Mandela-Effekt wurde von Fiona Broome auf einer Messe 2013 entdeckt, als sie festgestellt hat, dass sie und viele andere Menschen dachten, Mandela sei bereits Ende der 80er im Gefängnis verstorben und nicht erst 2013. Sie eröffnete einen Blog und es meldeten sich Millionen Menschen, die ein und dieseelbe Erinnerung an Mandelas Tod und das ganze Begräbnis hatten. Tausende andere Mandeaeffekte werden seither gesammelt und dokumentiert.

Soweit sogut. Als Ursachen des Mandela-Effektes gelten.

  1. Es handelt sich einfach nur um eine falsche Erinnerung.
  2. Die falschen Erinnerungen kommen durch Überlappungen mit Paralelluniversen zustande, bei denen die Erinnerungen zwischen zwei bis vier Universen vertauscht wurden.
  3. Die Regierung macht quantenphysische Experimente mit uns. Das Resultat sind Veränderungen in unserer Welt.
  4. Als der Maya-Kalender endete, wurde unsere Welt tatsächlich zerstört. Im Jahr 3000 wurde sie wiederhergestellt und beinhaltet Fehler. Das heißt wir Leben in einer Art Matrix oder Kopie der Welt vor 2012. Unsere Erinnerungen an die alte Welt sind noch da.

Ich bin Anhänger der zweiten Theorie und bin damit nicht allein, da selbst Stephan Hawking von Multiversen und Überlappungen überzeugt war.

Ständig leide ich unter dem Mandela-Effekt. Ob JC Penny vs. JC Penney. Ob Jiffy vs. Jif. Ob Sketchers vs. Skechers. Und das schlimme ist, dass ich in Werbungen und Filme auch noch bestätigt kriege, dass ich Recht habe.

Was bedeutet der Mandela-Effekt angewandt auf den Film Kazaam? Ganz einfach. Es gibt Leute, die sich sowohl an den Film Kazaam sowie an einen weiteren Film mit dem Titel Shazaam erinnern. Dann gibt es Leute, die sich nur an Shazaam erinnern. Es gibt auch Menschen, die die „richtige Erinnerung“ haben und nur den Film Kazaam kennen. Zuletzt gibt es Menschen, die sich an keinen der Filme erinnern können. Ich gehöre zu der zweiten Kategorie. Ich kann mich wage an den Film Shazaam erinnern. Doch dazu später mehr.

Das an der Tatsache, dass Kazaam existiert sowie an dem Film Kazaam von Vorne bis Hinten einiges faul ist, lässt mich an den Mandela-Effekt glauben. Hier einige Indizien.

Wie konnte mir als RiesenNBA-Fan und Space Jam Fan, ein Film in dem ein Baskettball-Star mitspielt entgangen sein? In Space Jam war ich zweimal im Kino. Zwar war ich Chicago Bulls Fan, aber eben selbst dann, würde ich doch mitbekommen, dass einer vom gegnerischen Team (den L.A. Lakers) ebenfalls einen Kinderfilm gedreht hatte. Wie konnte ich den Film nicht kennen, obwohl ich jeden Kinderfilm der 90er kenne? Wieso erinnere ich mich an das Wort Shazaam und den Schauspieler, aber an nichts was mit Kazaam im Zusammenhang steht?

Es wird noch gruseliger: Der Film Kazaam ist von 1996, während Shazaam laut Leuten, die ihn gesehen haben, 1992 erschienen ist (also in ihrer Erinnerung). Weshalb sind sowohl das Setting als auch die Mode, die Musik oder Requisiten (z.B. der Ghettoblaster) eindeutig den frühen 90er Jahren zuzuordnen? Wieso sollte man einen Film von 1996 modisch und vom Setting her den Look von 1992 verpassen? Das macht null Sinn.

Shaquile O’Neil trägt zudem ein an MC Hammers-Genie Outfit orientiertes Kostüm und rappt dazu wie Hammer. Er läuft mit einem Ghettoblaster rum, wie sie in den 80ern oder Anfang der 90er benutzt wurden. Wieso? Es werden andauernd Kassetten benutzt und zwar im Jahr 1996. Wenn es 1992 gewesen wäre, dann hätte man es noch einigermaßen verstehen können. Schließlich war der Übergang von MC zu CD Anfang der 90er und niemand hat 1996 mehr MCs benutzt oder gekauft. Ghettoblaster waren Anfang der 90er auch noch in Mode, aber 1996 liefen die meisten bereits mit CD-Player rum. Alles mehr als strange. Doch am augenscheinlichsten sind Schmuck und Frisuren. Der Haarschnitte des Jungen, seiner Mutter und seiner Klassenkameraden sind prototypisch für die 90er Jahre.

Doch nun zu meiner Erinnerung. Ich erinnere mich, dass ich Shazaam einmal mit meiner Schwester gesehen habe. Dort hat ein Geschwisterpaar (großer Bruder mit seiner kleinen Schwester) auf dem Dachboden eine Wunderlampe gefunden. Sie rieben dran und ein Genie kam heraus. Er sagte, sie hätten drei Wünsche frei und haben abschließend Abenteuer erlebt. Ich weiß noch, dass ich immer gewartet habe, dass der Film nochmal gezeigt wird. An mehr erinnere ich mich nicht.

Andere Leute erinnern sich an den kompletten Plot und ganze Dialoge. Einige sagen sogar, es wäre ihr Lieblingsfilm gewesen. Die beiden Protagonisten des Films waren laut Angaben vieler Menschen Scheidungskinder gewesen, die sich vom Genie gewünscht hätten, dass ihre beiden Eltern wieder zusammen kommen. Andere sagen, sie hätten eine tote Mutter und hätten sich für ihren Vater eine neue Mutter gewünscht. Viele sagen, dass am Ende des Films eine Poolparty stattgefunden habe. Ein Mann aus den USA, der Anfang der 90er in einer Videothek gearbeitet hat, erinnert sich daran, dass der Film andauernd ausgeliehen wurde. Ständig musste er ihn zurückspulen, da die Kinder, die ihn ausgeliehen hatten, es ständig vergessen haben.

Nicht nur meine Indizien, dass etwas an Kazaam faul ist sprechen für einen Mandela-Effekt. Andere Betroffene wie ich, liefern Argumente, weshalb Shazaam mehr Sinn macht als Kazaam. Zum einen der Schauspieler Sindbad, da er eindeutig einen arabischeren Touch hat und Komiker war, der genau in Rollen wie die eines Genies passt. Zudem drehte er in den 90er Jahren andauernd Kinderfilme (u.a. Versprochen ist versprochen, in dem ich auch im Kino war). Es hätte von den Spezialeffekten auch besser Anfang der 90er gepasst. Damals drehte man Filme wie Terminator 2 oder drehte Videos wie Black and White, wo mit Computereffekten gespielt wurde. Für 1996 waren solche Effekte längst passe und nicht mehr up to date (z.B. fliegende Brote).

Der betroffene Schauspieler David Adkins, der unter seiner Stagepersona „Sindbad“ bekannt ist, meldete sich selbst zu Wort und sagte, er habe nie einen derartigen Film gedreht. Er macht sich ständig über Leute lustig, die an Shazaam glauben. Vor einiger Zeit machte er sogar eineb Aprilscherz darüber. Andauernd postet er bei Twitter, dass er so einen verrückten Film nie gedreht habe.

Doch nun kommt eine weitere Gruppe von Leuten, die eine ganz andere Theorie vorzuweisen hat. Sie behaupten, dass es sich bei Shazaam nicht um einen Mandelaeffekt handelt, sondern um eine Verschwörung von Sindbad. Der Komiker habe sich dermaßen für den Film geschämt, dass er ihn zurückrufen ließ und zwar noch bevor er käuflich auf VHS zu erwerben war. Er wurde aus dem TV verbannt und aus den Videotheken. Demnach müsste jedoch irgendwann jemand auftauchen, der den Film von der Videothekversion überspielt hat. Das ist bislang nicht passiert. Ein User im Internet schrieb spöttisch „Sindbad kann die Kasetten verschwinden lassen, aber niemand kann uns unsere Erinnerung nehmen!“

Ist es etwa auch so mit dem Mandelaeffekt? Hat man Dinge oder Universen verändert, ohne mit einzukalkulieren, dass man menschliche Erinnerungen nicht auslöschen kann? Ich weiß nicht 100% was es damit auf sich hat, jedoch habe ich meine Theorie. Es kann nicht sein, dass sich mehrere 100.000 Menschen an denselben Film erinnern.

Zuletzt noch die folgenden mehr als strangen „Zufälle“ im Zusammenhang mit Kazaam/Shazaam. Bei der Frühstücksszene von Kazaam steht auf einmal ein JIF Butterglas da, eine Marke, die selbst ein Mandelaeffekt ist. Millionen von Menschen erinnern sich an Jiffy-Butter (inklusive mir). Bei Shazaam ist das allerironischste noch, dass am Ende des Films der Genie Shazaam angeblich gesagt haben soll „Da ihr nun mein Gesicht kennt und von der Existenz von Genies wisst, muss ich leider eure Erinnerung an mich auslöschen. Alles was ihr mit mir erlebt habt, ist eigentlich gar nicht passiert!“ Das ist ja schon mehr als krass oder? Ist die Welt tatsächlich geblitzbumst worden?

Ich habe bereits einen Artikel über den Mandela-Effekt auf meinen PC. Diesen werde ich demnächst posten. Der Mandela-Effekt ist keine Verschwörungstheorie. Vielmehr handelt es sich um eine Überzeugung, nämlich die an Multiversen. Bislang konnte niemand die Existenz von Multiversen beweisen, weil uns die Mittel dazu fehlen. Jedoch kann auch niemand beweisen, dass es keine Paralelluniversen gibt.

Die nächste Runde im #metoo-Karussell: Manson unter Beschuss seiner Ex-Freundinnen

2021. Evan Rachel Wood, eine erfolgreiche und kontroverse junge Schauspielerin offenbart den Namen ihres Peinigers. Sie sagt „Sein Name ist Brian Warner!“ Die Manson-Fangemeinde und die gesamte Rockwelt steht unter Schock. Wood, eine ExFreundin von Brian Warner besser bekannt unter dem Namen Marilyn Manson, beschuldigt ihn sie geschlagen und merkwürdige Sexpraktiken mit ihr ausgelebt zu haben. Der Frontman der gleichnamigem Schockrockband zieht sich zurück und bezieht lediglich durch sein Manegement Bezug dazu. Ozzy Osbourne und viele andere Schockrocker stehen hinter dem talentierten und seit Mitte 2020 verheirateten Warner, der seine langjährige Verlobte Lindsay Usich ehelichte. Sogar seine Ex-Ehefrau Dita Von Teese meldet sich zu Wort und sagt, dass in ihrer Beziehung keinerlei solche Vorfälle stattgefunden hätten.

Rückblick: Es ist das Jahr 2003 und ein Film mit dem Titel „13“ kommt in die Kinos. Ein grandioser Jugendfilm mit einer Besetzung die sich sehen lassen kann (u.a. Holly Hunter). In der Hauptrolle ist die damals 16jährige Evan Rachel Wood zu sehen, die eine 13jährige Teenagerin spielt, die durch eine Freundin auf die schiefe Bahn geraten ist. Der Film begeistert durch die auf Authentizität und Realität aufbauenden Filmmittel und den Plot, der mitten aus dem Leben gegriffen zu sein scheint. Wood wird über Nacht berühmt. Manson hat gerade Van Teese geheiratet. Nur zwei Jahre später begegnet der geschminkte Superstar der damals 18jährigen Evan. Schnell entwickelt sich eine Liebesbeziehung aus der Freundschaft. Van Teese zieht aus, nachdem Manson ihr vorgeschlagen hatte eine Dreiecksbeziehung mit Wood und ihm zu führen. Warner hatte die blutjunge Blondine mit dem Lolitalook gegen die blasse dunkelhaarige Sexybombe Van Teese getauscht, was viele mehr als überrascht hatte. Die Burlequetänzerin sagt nur, sie habe es nicht nötig, einen Mann den sie liebt zu teilen und reicht die Scheidung ein. Wood zieht zu Manson und eine turbulente Beziehung, die im Suizidversuch Mansons nach mehreren Breakups enden soll.

Wood inszeniert sich während der Beziehung als Lolita und genießt es sichtlich die ikonische herzförmige Brille aus Kubricks Erstverfilmung des Nabokov-Literaturklassikers zu tragen. Die kokketiert später mit dem blonden Vamp-Look und sonnt sich im Glanz von Mansons Berühmtheit. Sie badet in Blut in einem seiner Clips, hat Sex mit ihm vor der Kamera und steckt sich Messer in den Mund. Kaum zu glauben, dass man ein Mädchen, dass so offensichtlich badgirl sein will, zu irgendetwas zwingen konnte. Sie betonte immer wieder in Interviews, dass sie bisexuell sei, gerne sexuell experimentiert und Manson sie sexuell inspiriet hätte.

To be continued

Die Kommerzialisierung von Hexen in Hollywood und TV

Ob „Sabrina Total Verhext“, „The Craft Teil“ (Hexenclub), „Charmed“, „Salem“ oder „The Love Witch“. Seit circa 5 Jahren wird das Thema Hexenkult immer wieder aufgegriffen, um viel Geld damit zu machen. Die Menschen sind auch nach 1000Jahren noch immer fasziniert von Hexen, auch wenn 90% der Menschen angeben, sie würden nicht an Hexen glauben.

Dabei geht Hollywood seit Jahrzehnten dem Hexentrend nach. Ob „Die Hexen von Eastwick“, „Eine bezaubernde Hexe“, „Hexenjagd“, „Hexen Hexen“ oder Serien wie „Charmed“. Alle Welt will Hexen sehen, obwohl das Wort als Schimpfwort gilt und sie außerhalb des Bildschirms nicht erwünscht werden.

Doch warum interessieren sich so viele Leute für Hexen und hassen diese im selben Atemzug oder halten all dies für ein Hirngespinnst? Ein Phänomen, dem ich auf die Spur gekommen bin.

To be continued

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