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Monat: Mai 2021 (Seite 1 von 3)

Trauer um einen der Post-it-Erfinder …. Spencer Silver am 14.05.2021 verstorben

Was wären wir nur ohne diese kleinen kanarienvogelgelben Zettel, die fest genug kleben und gleichzeitig leicht genug kleben, um sie ohne Spuren wieder zu beseitigen? Die Post-its.

Durch den Fim „Romy und Michelle“ habe ich mich eingehend mit ihnen beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese gelben Wunder eine der besten Erfindungen der letzten 50 Jahre ist. Jetzt ist einer der beiden Erfinder verstorben. Spencer Silver starb bereits am 14.05.2021, was mich sehr traurig stimmte. Er hatte den legendären Klebstoff in den 70er Jahren entwickelt. Sein Kollege Arthur Fry, der wie Silver für die 3M Cooperation tätig war, erfand das passende Produkt für den Klebstoff. Die Post-its.

Obwohl sie in jedem Büro dieser Welt, in jeder Bibliotheken, in jedem Haushalt oder in allen Bildungsanstalten vorzufinden und nicht wegzudenken sind, kennen nur die Wenigsten die interessante Geschichte, die sich hinter der Post-its-Erfolgsstory tatsächlich verbirgt. Grund genug sie einmal darzulegen.

Hier eine grobe Zusammenfassung. Es sind die wilden 1970er. Kreativität, Innovation und Veränderung liegen in der Luft. Der Chemiker Spencer Silver geht wie immee mit demselben Ziel in sein Labor. Er will den stärksten Kleber der Welt kreieren. Verschiedene chemische Zusammensetzungen und Rezepturen probiert er aus. Eines Nachts geht bei einem der Experimente etwas schief und durch diesen glücklichen Zufall entdeckt Silver einen speziellen Kleber. Er stellte fest, dass der entwickelte Kleber, einerseits stark genug ist um zwei Objekte aneinander festzukleben und gleichzeitig leicht genug ist, um die Objekte wieder problemlos voneinander zu lösen. Zunächst war er enttäuscht, da er keine Verwendung dafür sah. Als er seinem Kollegen Arthur Fry (ebenfalls aus Minesota stammend) davon berichtete, kam dieser auf die Idee, dass man nur etwas Sinnvolles finden müsste, für das man den Kleber verwenden konnte. Dies stellte sich jedoch als ein großes Problem heraus, da beiden nichts einfiel, wofür man einen solchen Kleber gebrauchen könnte.

Mehrere Monate vergingen und ihnen fiel nichts ein. Der Durchbruch kam, als Fry in die Kirche marschierete, um Gott zu feiern und ihn um Hilfe bei der Durchsetzung seines genialen Klebers zu helfen. Er sang damals in einem Kirchenchor. Er nahm das Gesangsbuch und ihn nervte es ständig umblättern zu müssen und dabei den jeweiligen Song erneut im Buch zu suchen. Plötzlich ging ihm ein Licht auf. Es wäre leichter denselben Song nochmal im Kirchengesangsbuch zu finden, wenn man ein kleines Papier hätte, welches kleben würde und was man danach wieder problemlos entfernen könnte. Ja. Das war es. Der Kleber könnte dafür primar in Frage kommen. Schnell rannte er heim und designte die Post-its. Es dauerte noch Jahre das Produkt gemeinsam mit Silver auf den Markt zu bringen. Doch vor allem die Überzeugung Frys von den Post-its und seine Hartnäckigkeit brachteb den Durchbruch. Arthur Fry gilt dadurch als der eigentliche Erfinder, da Spencer Silver lediglich den Kleber entwickelt hatte. Frys Idee den Kleber für Papier zu gebrauchen, welches einen Zweck erfüllt und den Alltag erleichert, war einfach nir genial. In den 1980ern kamen die Post-its auf den Markt und auch in Europa verkauft. Seit den 1990ern kann man sich eine Welt ohne Post-its kaum mehr vorstellen.

Die Ursprungsversion der allerersten Post-its kennt jeder. Quadratisch, praktisch, gut und in der Farbe kanarienvogelgelb. Später wurden sie in allen erdenklichen Farben und Formen kreiert. Klein und länglich. In Neofarben. Rund, als Pfeilform, Raute, Dreiecke usw. Und immer mit dabei: der Wunderkleber. Eine Kleinigkeit, die das Leben ein bisschen bunter und leichter macht und die seine Erfinder zu Multimillionären machte. Sogar Kunstwerke oder Protestaktionen wurden durch die Unterstützung der Post-its geführt.

Ich selbst bin als Schreibratte ein Riesenfan dieser gelben Zettelchen. Immer wenn ich sie irgendwo bei Kodi oder Tedi im Angebot sehe, greife ich zu. Mein Schreibtisch ist voll davon. Im Studium haben sie mir dabei geholfen relevante Textstellen schnell wieder zu finden. Beim Abitur haben sie mir das Lernen erleichtert. Bei einem typischen Brainstorming kann man sie hervorragend einsetzen und um sich wichtige Termine usw. einfach an den Kühlschrank zu pappen. Beim Abziehen hinterlassen sie keinerlei Rückstände, weder an Büchern, noch an Kühlschränken, an Tischen oder Tafeln. Genial oder? Ich nutze sie in allen Farben und Formen. Überwiegend nutze ich Post-its als Lesezeichen, um wichtige Textstellen schnell wiederzufinden oder um mir wichtige Notizen aufzuschreiben. Vor allem sind sie mir auch beim Abfassen meiner Bücher hilfreich. Immer habe ich sie in meiner Tasche, um mir wichtige Ideen zu notieren. Sie gehören beim Schreiben immer dazu.

Danke Arthur Fry und Spencer Silver.

RIP Spencer Silver.

Matt aus 30 über Nacht – Noch ein Film mit einem einzigen authentischen Charakter

Jeder Mensch auf dieser Welt hat davon als Kind geträumt. Endlich erwachsen sein. Geld verdienen, eigene Wohnung, keine nervigen Eltern und auf Partys gehen. Leider träumen viele Menschen auch davon zurück zu reisen und Fehler, die man in der Vergangenheit gemacht hat wieder Rückgängig zu machen. Beides geschieht im Film 30 über Nacht, einer der besten RomComs der letzten 20 Jahre. Wie das funktioniert wird kurz erklärt.

Wie bei Romy und Michelle ist es genau 1987. Jenna Rink und ihr bester Freund Matt sind gerade 13 Jahre alt und best friends. Während der etwas übergewichtige Musikfreak Matt, der auf New Order und Simple Minds steht, total happy mit seinem Leben ist, ist es seine beste Freundin Jenna nicht. Sie leidet an der Junior-Highschool, weil sie unbedingt einer hippen Clique angehören will. Doch dafür ist sie viel zu uncool. Vor allem Matt, der von der Clique bösartig Biber genannt wird, scheint Jenna im Wege dabei zu stehen in den illustren Kreis der Clique aufgenommen zu werden. Die Anführerin der Clique namens Lucy, genannt TomTom, will zu Jennas 13. Geburtstag kommen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie ihnen eine Hausaufgabe fertig schreibt. Die Mädels lesen alle die Modezeitschrift Sparkle und sind allesamt Madonna- und Rick- Springfield-Fans, eine Welt mit der Matt nicht wirklich etwas anfangen kann. Auf der Party herrscht Flaute, da will die Clique Jenna einen Streich spielen. Sie locken sie in einen Schrank und sagen ihr, dass ihr Angebeteter Chris gleich zu ihr kommen würde, um sie zu küssen. Doch sie gehen alle weg und stehlen nur die Hausaufgabe. Jenna wartet auf ihn und als Matt die Tür öffnet, um den Sachverhalt aufzuklären, glaubt sie er sei schuld an dem Verschwinden der Clique. Jenna sperrt sich im Schrank ein und wünscht sich 30, sexy und erfolgreich zu sein. Dabei fällt Wunschstaub auf ihren Kopf, der von Matts selbstgebasteltem Puppenhaus auf ihr Haupt fällt.

Der Staub lässt Jenna Rinks Wunsch tatsächlich wahr werden, denn als sie erwacht findet sie sich 30jährig, sexy und in einer Designerwohnung in Manhatten wieder. Sie glaubt zu träumen, doch alles scheint real zu sein. Sie ist überfordert mit der Technik (Mobiltefone, Laptops) und der Mode der 2000er Jahre. Schließlich ist sie im Jahr 2004 gelandet. Sie bemerkt, dass sie in einer Zeitschriftenagentur arbeitet, will alles aufklären. Als sie ihre Eltern anruft, sind diese im Urlaub, also lässt sie sich Matts Nummer und Adresse geben. Sie rennt zu ihm, muss feststellen, dass er überrascht ist sie überhaupt zu sehen. Als er ihr erklärt, dass er und sie seit ihrem 13. Geburtstag keinen Kontakt mehr haben und ihr Traum Mitglied bei der In-Clique geworden zu sein, wahr wurde, ist sie erschlagen. Überhaupt scheinen alle ihre Wünsche in Erfüllung gegangen zu sein, da sie mit Chris auf dem Abschlussball war und sie tatsächlich 30, sexy und erfolgreich ist. Jenna glaubt sie habe die 17 Jahre irgendwie übersprungen oder leidet an vorrübergehendem Gedächtnisschwund. Sie verlässt Matt und genießt das Leben, dass sie sich so sehr wünschte.

Pawel Luntek. Einer der ersten Internet-Stars aus Polen

Es ist 2008 und Youtube gerade mal 4 Jahre alt. Erst neulich hatte die Internetplattform den Star Justin Bieber hervorgebracht. Wir sind mitten in den 2000ern also im purem Emo-Rausch. Da taucht plötzlich ein sehr attraktiver homosexueller androgyner junger Mann auf. Er ist eindeutig modisch an der Emo-Szene orientiert, trägt also hippe Kleidung, wechselt ständig seine Haircuts und Haarfarben und ist stark geschminkt. Er stellt kurze Clips ins Netz, da er anscheinend das Bedürfnis hat, sich im Netz zu präsentieren.

Was dann passiert überrascht den Anfang 20jährigen gebürtigen Polen. Seine Clips werden millionenfach angeklickt und er wird zum Star. Zum Internetstar. Neben Pani Basia und Gracjan ist es ihm in Polen als einem der ersten gelungen. Es folgen Einladungen in Talkshows und Auftritte bei der polnischen Ausgabe von „Supertalent“ (Mam Talent). Bis heute kennt ein Großteil der polnischen Bevölkerung Pawel Luntek, der unter seinem Rufnamen Luntek landesweit bekannt wird. Doch der homosexuelle junge Mann polarisiert. Die einen lieben ihn, da er ausgeflippt ist und die konservativen Polen hassen ihn. Auf einmal bekommt er die Schattenseiten des Ruhms zu spüren. Hater und Schwulenhasser haben es auf den Emo abgesehen. Wiederwärtige Kommentare und sogar Morddrohungen kommen. Luntek kann zeitweise sein Haus nicht mehr verlassen, da zuviele homophobe in Polen es auf ihn abgesehen haben.

Nach einigen Jahren löscht Luntek seinen Youtubeaccount, da er mit dem Hate und dem Fame nicht mehr klarkommt. Er hat sich mittlerweile fast vollkommen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Für mich war Luntek ein geborener Star, da er sehr witzig und unterhaltsam war. Seine provokativen und lustigen Clips haben mir sehr gefallen und ich war schon sowas wie ein Fan. Traurig war es welchen Hate er durch seinen Emolook und seine Homosexualität bekommen hatte. 🙁

Wie pervers sind Menschen, die andere deswegen töten wollen. Ich konnte meine Landsleute nicht verstehen und bin froh, dass sich seitdem hinsichtlich der Toleranz einiges getan hat. Beispielsweise hat Michal Szpak (Platz 3 beim ESC 2016) Supertalent gewonnen und eine grandiose Karriere gemacht. Der bisexuelle Sänger provoziert ebenfalls als geschminkter Typ mit femininem Touch. Momentan gibt es in Polen sogar eine DragQueenSendung, bei der sich die Drags als Stars verkleiden und die beste Dragqueen anschließend ein Preisgeld gewinnt. Toleranz gegenüber Homosexuellen bleibt in meiner erzkatholischen Heimat noch immer ein heikles Thema. Bei der jüngeren Generation ist das Umdenken schon längst eingetreten. Jedoch ist die polnische Regierung momentan sehr konservativ, was die Jugend nur noch ankotzt und viele Prosteste auslöst. Beispielsweise möchte die Regierung ein Gesetz zur Abschaffung der Abtreibung durchsetzen, d.h. sogar im Falle einer Vergewaltigung oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, darf keine Abtreibung vorgenommen werden. Willkommen im Mittelalter. Wenn ich sowas höre bin ich mehr als enttäuscht von meinem Heimatland. Jeden Tag protestieren mehrere 10.000 Menschen dagegen, ohne Erfolg.

Zur Zeit würde ich nicht gerne in Polen oder Russland leben wollen, auch wenn die meisten Menschen dort ein großes Herz haben und herzlich sind. Doch diese konservativen Idioten, die dort rumlaufen, würden mich einfach nur anpissen.

Ich war und bin immer noch sein Luntek-Fan. Doch was macht er heute? Soweit ich weiß, geht er einem normalen Job nach, hat sein Outfit gewechselt und läd ab und zu noch ein Video hoch. Dort spricht er und reflektiert seinen früheren Fame. Er beschreibt auch, weshalb er die Clips entfernen ließ.

Mein Lieblingsclip war als er sagte, er wolle Rockstar werden. Das war sehr lustig und cool. Er meinte er würde sich auch umbringen auf der Bühne, wie es seine Hater wollen, doch dann würde er alle durch sein Blut das Spritzen würde, mit purem RocknRoll infizieren. Deshalb lässt er es sein ;o)

Sehr lustiger cooler Mann. Ich wünsche ihm alles gute für seine Zukunft abseits des Internet- und Fernsehfames.

Heather Mooney – Der wahre Star im Film „Romy und Michelle“

Jeder kennt diese Situation. Man schaut in den Facebook Messanger und irgendein ehemaliger Klassenkamerad hat einem eine Einladung zum Klassentreffen verschickt (z.B. zum Zehnjährigen). Unten drunter steht dann noch wer alles kommen wird. Bla Bla Bla…

Genau darum geht es im Film „Romy und Michelle“ dem mit Abstand besten Highschool Reunion Film aller Zeiten.

Zum Plot: Es ist das Jahr 1996. Romy White und Michelle Wineberger sind zwei 28 jährige ledige Frauen, die in L.A. leben, Singles sind, unverheiratet und die noch keine Karriere gemacht haben. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch, gehen feiern und ziehen sich dabei immer sehr aufreizend an. Schließlich sind die beiden blondierten Madonna-Fans extrem attraktiv und interessieren sich für Mode.

Als sie von einem Klassentreffen 10 Jahre nach dem Highschool-Abschluss von ihrer ehemaligen Schulkameradin Heather Mooney erfahren freuen sie sich zunächst. Die nerdige Einzelgängerin Heather Mooney war auf der Schule alles andere als beliebt. Jedoch gelang es der strebsamen Rockerin durch die Erfindung eines schnellbrennenden Zigarettenpapieres, durch welches es möglich ist eine Zigarette in nur 2 Minuten zu rauchen, erfolgreich zu werden. Heather war auf der Highschool eine dunkelgekleidete Rockerin, die gerne rauchte und im Erfinder-Club der Schule war, wo sie sich unsterblich in Sandy Frink verliebt hatte, der der Streber der Schule und damit ebenfalls Außenseiter war. Dieser war an der düsteren Heather nicht interessiert, sondern an der langbeinigen Michelle Wineberger. Zudem litt Heather neben ihrem Liebeskummer unter einem mysteriösen Jungen, der sie täglich in der Raucherecke erniediegt hat. Heather hatte Pech bei Männern, wurde nie zum Ball eingeladen, was womöglich an ihrer frechen, sarkastischen, burschikosen und dominanten Art lag.

Romy und Michelle wollen auf jeden Fall zum Klassentreffen und schwelgen on Erinnerungen als sie ihr Highschool-Jahrbuch durchstöbern und an 1986 denken. Als sie über Heather, Sandy und sich nachdenken, stellen sie plötzlich fest, dass sie damals ebenfalls nicht cool waren. Eine böse Yuppie-Clique hatte sie damals gemobbt und sich u.a. über Romys breite Hüften, Michelles Stützkorsette und ihre an Madonna orientierten Outfits lustig gemacht. Auf dem Abschlussball auf den Romy und Michelle sich in Madonna-Klamotten geschmissen haben, spielt ihnen die Clique einen gemeinen Streich mithilfe eines Jungen namens Billy. Billy, der beliebteste Junge der Schule ist, lügt Romy an, dass er auf sie stehen würde. Sie wartet die halbe Nacht auf ihn und er kommt nicht, um mit ihr zu tanzen. Die Highschool endet traurig.

Doch es kommt noch schlimmer. Romy und Michelle fällt zudem auf, dass sie nichts vorzuweisen haben, um ihre ehemaligen Mitschüler zu beeindrucken. Sie realisieren, dass sie fast 30, ledig, unverheiratet, ohne Kinder und ohne Karriere sind. Die blonden Madonna-Fans sind auf einmal niedergeschlagen glauben „Loser zu sein“.

Da kommt Romy auf die Idee sich als Businessfrauen zu inszenieren und den Klassenkameraden zu erzählen sie seien Unternehmerinnen und hätten die Post-its erfunden. Heather Mooney würde nicht kommen, da sie alle aus der Highschool hasst und sie könnten alle anderen anschmieren. Perfekt. Sie ordern eine fette Karre und kaufen sich sexy Buainessdresses. Ab nach Tuson in die alte Heimat. Heather Monney wird nicht kommen, also bahnfrei für ihre Story vom Post-it-Unternehmen.

Als sie ankommen hat die In-Clique bereits eine Ehe und Kinder vorzuweisen. Ein Mädchwn aus der Truppe, hatte jedoch den Kontakt zu den arroganten Snobs abgebrochen und Karriere als Chefredakteurin bei der Vogue gemacht. Erneut jemand der Karriere gemacht hat. Im Gespräch mit der Clique erfährt Romy zudem, dass auch Sandy Frink Karriere gemacht hat und nun Multimillionär ist. Er habe einen speziellen Gummi erfunden, der nun in allen Sneakern der Welt vorzufinden sei. Die Anführerin der In-Clique lässt die Bombe platzen und erzählt, sie habe den Highschool Schönling Billy geheiratet, was Romy schockiert, da sie damals unsterblich in ihn verliebt war. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um ihre erfundene Story auszupacken und alle zu beeindrucken.

Gerade in dem Moment als die Clique dabei ist es ihr zu glauben und sie endlich Respekt von ihnen bekommt, taucht Heather Mooney rauchend und sarkastisch wie eh und je auf. Sie will mit Sandy Frink abrechnen, der sie immer ignoriert hat. Sie lässt Romys Lüge platzen, da sie als BWL-Studentin und Unternehmerin den Namen des wahren Post-its-Erfinders kennt. Die In-Clique lacht Romy und Michelle erneut aus und sie werden zum Gespött des ganzen Klassentreffens.

Anschließend kommen Romy und Michelle zu der Einsicht, dass sie happy waren mit ihrem Leben, bevor sie von dem Klassentreffen erfahren haben. Wieso stört es sie dann, was irgendwelche Hausfrauen-Trullas über sie denken? Also tun sie das, was sie am besten können. Sie selbst sein. Sie schmeißen sich in ihre knallengen Outfits und wollen den Abend genießen.

Beim Zusammenprall mit der Clique gehen sie in die Offensive und sagen „Wieso müsst ihr immer so gemeine Kühe sein? Ja wir haben die Story das wir Unternehmerinnen sind erfunden, aber nur weil wir euch beeindrucken und dazugehören wollten. Doch nun ist es uns egal was ihr von uns denkt!“ Die In-Clique lässt dies nicht auf sich sitzen und sagt „Na und? Wir sind glücklich verheiratet und tragen wenigstens nicht so schäbige Klamotten!“ Daraufhin schaltet sich die Vogue-Chefredakteurin ein und sagt „Wenn ich es mir als Modeexpertin so ansehe, dann sind diese Outfits gar nicht mal so schlecht!“ Die Anführerin der Clique ist wütend und kontert „Du bist doch bloß neidisch, weil wir glücklich verheiratet sind, du karrieregeile Emanze.“ Daraufhin sagt die Vogue-Chefin „Ja genau. Bild dir all dies ruhig weiter ein!“

Anschließend kommen alle Ehemaligen auf Romy und Michelle zu und machen ihnen Komplimente zu den Kleidern, die sie auch noch selbst designed haben. Es kommt zur Aussprache zwischen Sandy, Heather, Romy und Michele und anderen. Die unausgesprochenen Konflikte zwischen allen ehemaligen Klassenkameraden werden beseitigt, als alle feststellen, dass jeder irgendwann jemanden bewundert hat und das jeder irgendwann mal jemanden geärgert hat. Für Romy und Michelle waren die Yuppies die In-Clique, für Heather Mooney waren es Romy und Michelle. Sie gibt zu sie immer um ihren Sexappeal beneidet zu haben. Die Wogen sind geglättet und die Outsider der Schule verbünden sich und werden Freunde.

Am Ende investiert der Millionär Sandy Frink in eine Modeboutique von Romy und Michelle und sie werden selbstständige Modedesignerinnen. Heather Mooney, die durch ihre burschikose Art immer Pech bei Männern hatte, kommt mit dem sexy geheimnisvollen leidenschaftlichen Raucher der Schule zusammen.

Happy End. Einer meiner Lieblingsfilme dieser Stilrichtung.

Romy und Michelle sind zwar als Madonnafans schon ziemlich cool. Doch der wahre Star des Films ist für mich Heather Mooney. Zum einen gefällt mir ihre schwarze Kleidung und ihr ironischer Unterton. Sie scheint die Einzige mit einer „Fuck you“ Haltung zu sein und das schon während der Highschoolzeit. Als Einzelgängerin nimmt sie den Zirkus rund um Klamotten, Trends und Dazuzugehörenwollen nicht ernst. Sie ist zudem auch sehr witzig und eine authentische Figur, zwischen all den stereotypen Highschoolschülern. Selbst der Streber Sandy Frink ist ein wandelndes Klischee. Romy, Michelle und Heather sprengen die Erwartungen, da sie in keine Schublade oder Kategorie gehören. Zum Schluss verbünden sie sich sogar gegen den Rest der Mitschüler. Immer wenn Heather im Film auftaucht ist man happy. Sie mischt die perfekte Welt auf, redet wie der Schnabel ihr gewachsen ist und bringt alles durcheinander. Sie hält allen den Spiegel vor und wird zum enfant terrible in dem Film.

Ich identifiziere mich sehr mit ihr und kann mich in vielen ihrer Eigenschaften wiederentdecken. Gespielt wurde Heather von der bisexuellen Schauspielerin Jeanne Garofalo, die durch Filme wie „Reality Bites“ und „Lügen haben schöne Beine“ bekannt wurde.

Der Film ist eine Empfehlung an alle im einer Lebens- oder Midlifekrise. Aber auch an alle die Spaß an Komödien haben, die 80erJahre Fans sind, an alle die auf Frauenpower stehen und an alle die seichte Unterhaltung lieben.

Der Film übt Kritik an Menschen, die andere immer bewerten, verurteilen oder in Schubladen stecken. Was ist falsch daran mit 28 unverheiratet und ohne Kinder zu sein? Was ist falsch daran kein perfektes Leben mit Kirche, Kinder, Küche zu führen? Müssen alle ein langweiliges Spießerleben mit Haus Garten und Hund führen? Ist das die Erfüllung des Lebens? Täglich 8 Stunden arbeiten, um Konsumgüter zu kaufen und andere damit zu beeindrucken was man alles an materiellem Zeug hat? Ist Karriere alles? Ist es toll sich über andere, die nicht soviel erreicht haben lustig zu machen? All dies stellt der Film in Frage, wodruch er großartig wird.

Die Message des Films ist: Wichtig ist nur eins im Leben. Das du ein großartige Mensch bist, ganz egal wieviel Kinder oder Geld du hast. Und „Lebe einfach dein Leben, egal was andere denken. Sei du selbst!“

ESC: Italienische Rocker setzen sich gegen französischsprachige Songs durch

Woooow was für eine spannende Nacht. In letzter Sekunde setzte sich Italien gegen Frankreich und die Schweiz durch. Durch das Zuschauervoting konnte Italien den Sieg nach Rom 2022 holen und hatte vor allem den deutschen Kommentatoren überrascht, der nicht fassen konnte, dass die Europäer auf Rockmusic und Chansons stehen. Es gibt doch noch Hoffnung auf guten Geschmack, da Rockmusik (auch wenn sie hier im Contest immer einen poppigen Touch hat) eben echt gut ist. Ich habe immer Rock, Metal und Hip Hop gehört um ordentlich Dampf abzulassen. Um Schimpfworte zu benutzen und um schreien zu können. Selbstverständlich bin ich mir des Sexismus in der Rockmusic oder der Homophobie im Hip Hop bewusst, jedoch sind das Ausnahmen und die meidet man auch.

Doch von solchen Stilrichtungen geht immer eine Kraft aus. Deshalb waren Lordi (Gewinner 2006) auch verdiente Sieger und man hatte gehofft, dass sich die härteren Töne beim ESC durchsetzen können. Heute/Gestern war froh, dass wenigstens zwei Rockacts dabei waren: Italien und Finnland, wobei mir beide Songs sehr gefallen haben. Finnland hatte einen Crossovertouch, was ich als Rock und Hip Hop Fan liebe. Crossover ist eine Stilrichtung die Rap bzw. Hip Hop mit harter Rockmusic mischt. Alles hatte 1987 angefangen, als Aerosmith ein Duett mit Run DMC gemacht haben. Anschließend sprangen Bands wie Rage Against The Mashine oder Red Hot Chilli Peppers hervor. Ende der 90er Jahre kam noch einmal der Nu-Metal, eine Rockmusikrichtung mit sehr vielen Hip Hop Elementen, von der ich damals auch sehr begeistert war. Hierzulande waren Crossoverbands auch angesagt, da HBlocks oder Guano Apes ebenfalls kommerziell erfolgreich waren.

Italien lieferte klassischen Rock, der mich an die 70er erinnerte. Der Sänger hatte Ähnlichkeit mit dem polnischen Ich-Toje Frontmann Michael Wiesniewski. 🤣🙈 Egal. Diese Musik spiegelt wie die Leute einfach nur Schreien und die Sau rauslassen wollen. Während Corona genau perfekt.

Mein Lieblingssong war aber Viola aus Frankreich. Ein tolles Chansonartiges Stück, welches durch die schlichte Performance auffiel und toll war. Mich hat es als Fan der französischen Sprache sehr gefreut, dass zwei Songs dieser Sprache so weit Vorne waren. Die Schweiz hatte ebenfalls einen Song auf Französisch ins Rennen geschickt. Wooow. Tolle Entwicklung. Die französische Sprache wurde die letzten 2 Jahrzehnte wegen des Latino und Spanienbooms zurückgedrängt und war einfach nicht en vogue. Deshalb freut es mich sehr, dass die Songs soweit kamen.

ESC 2021… hmm

Ich habe jetzt alle Beiträge gesehen und muss sagen. Meine Favoriten sind. Finnland. Frankreich. Italien und Russland wegen der Message.

Ukraine war eine Marusha on speed und so scheisse, dass es wieder gut war. Bulgarien und Protugal auch gut.

Germany war nicht schlecht, sehr eigensinnige Performance.

Litauen mit den 80ern war sehr crazy.

Genervt haben nur die Pseudo-Beyonces, Pseudo-Kardashians, Pseudo-Grandes und Pseudo-Shakiras. Total kranker Scheiß. Alle in halbnackt Suits. Und die Loka loka Weiber hatten so mit den drangenähten Haaren gewackelt, das mir schwindelig wurde.

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